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	<title>Jmtmainz's Blog</title>
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		<title>Piets Peepshow (MB)</title>
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		<pubDate>Sat, 01 Nov 2008 16:04:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jmtmainz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[In sozialen Netzwerken wie StudiVZ gibt es kündigt sich ein neuer Trend an. Action und nackte Haut gibt es zu sehen. In der Hauptrolle: &#8222;Piet&#8220;. Musik, dazu tanzende Menschen in dem, was nach einer ziemlich überfüllten WG-Party aussieht. Die Stimmung ist ausgelassen und das Bier fließt in rauen Mengen. Auf einmal fliegt etwas durch den Raum. [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=jmtmainz.wordpress.com&amp;blog=5329366&amp;post=105&amp;subd=jmtmainz&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal" style="line-height:13.5pt;margin:0 0 10pt;"><span style="font-size:10.5pt;color:#666666;font-family:&quot;">In sozialen Netzwerken wie StudiVZ gibt es kündigt sich ein neuer Trend an. Action und nackte Haut gibt es zu sehen. In der Hauptrolle: &#8222;Piet&#8220;.<span id="more-105"></span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0 0 10pt;"><span style="font-size:9pt;color:#666666;line-height:115%;font-family:&quot;">Musik, dazu tanzende Menschen in dem, was nach einer ziemlich überfüllten WG-Party aussieht. Die Stimmung ist ausgelassen und das Bier fließt in rauen Mengen. Auf einmal fliegt etwas durch den Raum. Ein kurzes Krachen und schon ist in der Wand ein großes schwarzes Loch. Was war das? Doch da guckt auch schon ein Kopf heraus, und aus dem Loch krabbelt ein Mann Anfang 20. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0 0 10pt;"><span style="font-size:9pt;color:#666666;line-height:115%;font-family:&quot;">Jedoch, die Rede ist hier nicht von einer außer Kontrolle geratenen WG-Party, deren destruktive Folgen per Zufall auf einem verwackelten Handyvideo aufgenommen wurden. Das Ganze ist vielmehr Teil einer neuen Soap, die den Namen desjenigen trägt, der auch durch Wände geht, zumindest wenn sie aus Pappmaché sind. Die „Pietshow“, mit Piet als einem der Protagonisten, dessen vermeintliches Leben hier gezeigt wird. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0 0 10pt;"><span style="font-size:9pt;color:#666666;line-height:115%;font-family:&quot;">Das besondere ist allerdings, dass es sich nicht um eine Soap handelt, die auf irgendeinem auf Trash-TV spezialisierten Privatkanal läuft, sondern im Internet. Die zu Bertelsmann zählende Firma Grundy Ufa (u.a. Verliebt in Berlin/Sat 1) und StudiVZ haben sich zusammengetan und die „Pietshow“ entwickelt. Insgesamt soll es 15 Folgen mit einer Länge von jeweils vier Minuten geben. Drei Folgen sind bereits Online. Wobei es, zumindest in der zweiten auch viel nackte Haut zu sehen gibt. „Sex sells“ gilt eben auch für die Internet-Soap. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0 0 10pt;"><span style="font-size:9pt;color:#666666;line-height:115%;font-family:&quot;">Außer den Folgen gibt es auch ausführliche Profilseiten mit vielen Fotos von Piet und seinen Serienmitstreitern. Natürlich auf Studi VZ. Denn Piet ist Zielgruppen-Durchschnitt einer Generation, die keinen Unterschied mehr macht zwischen der Zeit, die man im sozialen Netzwerk oder in der Kneipe verbringt. Am nächsten Morgen stehen die gesamte Dokumentation des Abends und auch Gedanken und audiovisuellen Daten, auf seiner Seite. Realität und Virtualität sind eins. Im Zentrum steht das Ich.</span><span style="font-size:9pt;color:#666666;line-height:115%;font-family:&quot;"></p>
<p></span><span style="font-size:9pt;color:#666666;line-height:115%;font-family:&quot;">Der aktuellen, vor wenigen Wochen veröffentlichten ARD Online Studie zufolge lässt sich bei den 14- bis 49-Jährigen Deutschen eine lange vermutete, deutliche Verlagerung vom Fernsehen zum Internet feststellen. 55 Prozent der Online-Nutzer rufen Videos auf (2007: 45 Prozent), mehrheitlich ist das noch User Generated Content (UGC). Welche Konsistenz und Größe muss Quality Content haben, um im Web akzeptiert zu werden? Wobei Quality Content (Qualitätsinhalt) zunächst nur das industrielle Produkt meint im Gegensatz zum UGC, den privaten Wackelclips. Welche Geschichten soll man erzählen in welcher Länge? 90 Sekunden oder 20 Minuten? Muss man für jede Serie eine eigene Webseite programmieren oder sie über YouTube, soziale Netzwerke, Blogs verteilen?</span><span style="font-size:9pt;color:#666666;line-height:115%;font-family:&quot;"></p>
<p></span><span style="font-size:9pt;color:#666666;line-height:115%;font-family:&quot;">Die Geschichte der Web-Serie beginnt 2006 auf der Video-Plattform YouTube, als die 16-jährige Bree unter dem Nutzernamen Lonelygirl15 ein Videotagebuch online stellt. Das Mädchen spricht mit großen Augen in die Webcam, erzählt von der Highschool, blöden Jungs und großen Träumen. Im Hintergrund sieht man Stofftiere und Pop-Poster. Nach einiger Zeit, als das lebendige Mädchen bereits eine treue Zuschauerschaft hat, berichtet sie plötzlich von einer gefährlichen Sekte. Ihr YouTube-Bekanntenkreis ist besorgt, schickt ermutigende Emails und die Nummer eine Hilfs-Hotline, bis im Sommer 2006 herauskommt, dass es sich bei Lonelygirl15 in Wirklichkeit um Jessica Rose handelt, eine 20-jährige Schauspielerin aus Neuseeland. Noch heute finden sich unter dem Suchbegriff Lonelygirl15 mehr als eine Million Treffer, die Schöpfer der Undercover Fiction arbeiten mittlerweile für den US-Mediengiganten CBS.</span><span style="font-size:9pt;color:#666666;line-height:115%;font-family:&quot;"></p>
<p></span><span style="font-size:9pt;color:#666666;line-height:115%;font-family:&quot;">Die Videos von damals sind bei YouTube noch immer zu finden, es fühlt sich ein wenig an, als würde man die ersten Farbfotos oder die Filmrollen der Lumière-Brüder betrachten. Das Internet archiviert die eigene Evolutionsgeschichte.</span><span style="font-size:9pt;color:#666666;line-height:115%;font-family:&quot;"></p>
<p></span><span style="font-size:9pt;color:#666666;line-height:115%;font-family:&quot;">Die Pietshow versucht daher erst gar nicht, Fiktionalität zu verbergen. Regisseur Manuel Meimberg, ein Veteran der alten Medien, der lange als Chefautor von Alles was zählt (Eislauf-Soap von RTL) arbeitete. &#8222;Bree war nicht glamourös. Sie war nicht einmal außergewöhnlich hübsch&#8220;, sagt Meimberg, &#8222;aber sie war glaubwürdig. Im ersten Moment.&#8220;</span><span style="font-size:9pt;color:#666666;line-height:115%;font-family:&quot;"></p>
<p></span><span style="font-size:9pt;color:#666666;line-height:115%;font-family:&quot;">Lonelygirl15 hat einen ersten Produktionsstandard für Web-Serien gesetzt: Oft erzählen die Hauptdarsteller ihre eigene Geschichte in die Kamera. Oft bedienen sie sich dabei der audiovisuellen Aufnahmegeräte, die auch in den Zimmern der Zielgruppe herum liegen: Webcams, Mini-DV, Handykamera.</span><span style="font-size:9pt;color:#666666;line-height:115%;font-family:&quot;"></p>
<p></span><span style="font-size:9pt;color:#666666;line-height:115%;font-family:&quot;">Das Loch in der Wand setzt die Handlung in Gang, verbindet die Wohnung Piets, die er sich mit Kumpel Nick teilt, mit der Wohnung von Jessy und Melanie, zwei Mädchen, die zufällig im selben Alter und ebenfalls gerade für das Studium nach Berlin gezogen sind. Der generische Plot lässt selbst die Protagonisten stutzen: &#8222;Wir sind wie Serienfiguren: die Sexbombe mit dem großen Mund, die frigide Langeweilerin und der coole Typ.&#8220;</span><span style="font-size:9pt;color:#666666;line-height:115%;font-family:&quot;"></p>
<p></span><span style="font-size:9pt;color:#666666;line-height:115%;font-family:&quot;">Und hier hören die metamedialen Referenzen nicht auf. Irgendwann liegt eine Seite des Drehbuchs im Bild. Auf dem Bildschirm blinkt ein Batterie-Warnsignal. Die Erklärung: Piet filmt sein Leben für ein Studienprojekt &#8211; und lädt am Ende jeder Vierminuten-Folge das Videomaterial auf StudiVZ hoch. &#8222;Wer will das denn sehen?&#8220;, fragt eines der Mädchen &#8211; und hat nichts verstanden. &#8222;Wir stellen in der Serie auch die Frage, in wie weit das alles auf StudiVZ noch real ist&#8220;, sagt Regisseur Meimberg, &#8222;in dieser Generation ist doch jeder ein Performer.&#8220;</span><span style="font-size:9pt;color:#666666;line-height:115%;font-family:&quot;"></p>
<p></span><span style="font-size:9pt;color:#666666;line-height:115%;font-family:&quot;">Jedes Medium bringt eine Erzählform hervor, die seine eigenen Potentiale auf scheinbar natürliche Weise nutzt: Im Kino läuft noch immer der eineinhalbstündige Film, der als Genre alles thematisiert, was die Menschen, ihre Geschichte und ihre Phantasie zu bieten haben. Das Fernsehen erfand die 30-minütige Soap, eine domestizierte Form des Dramas, in der es eine überproportionale Häufigkeit an Inzest, Magersucht und internationalem Drogenhandel gibt. Das Internet bringt nun den Zwei- bis Vierminüter, der nur noch das Leben der Zielgruppe abbildet. Je kleiner der Bildschirm, desto näher rücken die Zuschauer an die dargestellte Welt &#8211; bis beides zusammenfällt.</span><span style="font-size:9pt;color:#666666;line-height:115%;font-family:&quot;"></p>
<p></span><span style="font-size:9pt;color:#666666;line-height:115%;font-family:&quot;">Da ist kein Grund zur Panik, die Webisode wird die Episode oder den Spielfilm nicht ablösen. Jeff Zucker, mächtiger Mann an der Spitze des amerikanischen Networks NBC, wies neulich auf einer Medienkonferenz in London auf die feststellbare Gleichzeitigkeit von Mediennutzung hin. &#8222;Seht das Internet nicht als Verlust&#8220;, empfahl er den Briten.</span><span style="font-size:9pt;color:#666666;line-height:115%;font-family:&quot;"></p>
<p></span><span style="font-size:9pt;color:#666666;line-height:115%;font-family:&quot;">Joel Berger ist ein Veteran der letzten Medien-Revolution. Der Managing Director von MySpace Deutschland hat früher beim Musiksender MTV gearbeitet, als dort mit schnellen, bunten Clips das Fernsehen neu erfunden wurde. Im Laufe der Jahre, weiß Berger, ist sogar das Musikfernsehen alt geworden &#8211; und mutlos. &#8222;Im Netz kann man viel mehr experimentieren, hier führt ein Fehler nicht automatisch zum Ruin.&#8220;</span><span style="font-size:9pt;color:#666666;line-height:115%;font-family:&quot;"></p>
<p></span><span style="font-size:9pt;color:#666666;line-height:115%;font-family:&quot;">Ungefähr 70 000 Zuschauer konnte MySpace mit der Web-Serie Candy Girls pro Folge im vergangenen Jahr gewinnen &#8211; im Vergleich mit den Millionen Soap-Fans im Fernsehen, das weiß Berger genau, ist das nicht viel, andererseits könnten Werbekunden auf MySpace viel gezielter eine Konsumentengruppe identifizieren und ansprechen. Darüber hinaus kostet die Produktion einer hochwertigen Web-Serie noch so viel weniger als einer hochwertigen TV-Serie, weshalb vor allem in den USA eine enorme Anzahl an so genannten &#8222;web-only&#8220; Inhalten auf den Markt kommt. Junge, unbekannte Regisseure und Produzenten suchen im Netz nach Zuschauern und Fans. Nicht selten tauchen auch Pilotsendungen auf, die von Fernsehanstalten abgelehnt wurden. Sie erhalten, wenn sie bei YouTube oder MySpace massenhaft angeklickt wurden, eine weitere Chance.</span><span style="font-size:9pt;color:#666666;line-height:115%;font-family:&quot;"></p>
<p></span><span style="font-size:9pt;color:#666666;line-height:115%;font-family:&quot;">Im Netzwerk ersetzt die Weisheit der Vielen die Talentscouts der TV-Industrie. Immer öfter werden aber auch Akteure aus Hollywood oder dem TV-Establishment im Netz aktiv. Die Emmy-Gewinner Marshall Herskovitz und Ed Zwick produzierten 2007 Quarterlife (es geht um mediensüchtige, melancholische Mittzwanziger). Sechs Millionen Zuschauer verfolgten die Premiere im Netz. NBC kaufte Quarterlife und erzielte damit am Abend die schlechteste Quote aller Zeiten. Jeff Zucker ließ das Internetstück nach einer Folge absetzen.</span><span style="font-size:9pt;color:#666666;line-height:115%;font-family:&quot;"></p>
<p></span><span style="font-size:9pt;color:#666666;line-height:115%;font-family:&quot;">Die Firma Electronic Farm Entertainment des erfahrenen Hollywood-Produzenten Stan Rogow konnte Roasario Dawson &#8211; Muse von Quentin Tarantino in Death Proof &#8211; für die Web-Serie Gemini Divison gewinnen: Dawson wird als New Yorker Polizistin in ein Science-Fiction-Universum versetzt, kämpft gegen böse Konzerne, künstliche Menschen und berichtet den Zuschauern mit der Handykamera über ihre Abenteuer. Die Produktion ist hochwertig und die Serie auf 50 Folgen angelehnt. Das Problem ist nur: Noch ist der Fiction-Boom im Web ein Goldrausch ohne Gold. Ein Geschäftsmodell fehlt.</span><span style="font-size:9pt;color:#666666;line-height:115%;font-family:&quot;"></p>
<p></span><span style="font-size:9pt;color:#666666;line-height:115%;font-family:&quot;">Der Fernsehturm war ein mächtiger Bau aus Beton und Stahl, an der Spitze glühte ein rotes Licht. Im Internet gibt es diese zentrale Struktur nicht mehr. Der Produzent strahlt nicht mehr aus, sondern gibt die Daten frei &#8211; und hofft, dass die User vorbei surfen. Die Antenne, die früher aktiv gesendet hat, wird zu einem Link, der passiv darauf wartet angeklickt zu werden. Aus dem Fernsehen, das uns fremde Welten zeigt, wird das Nahsehen, ein Pixel-Spiegel, in dem wir uns selbst betrachten.</span><span style="font-size:9pt;color:#666666;line-height:115%;font-family:&quot;"></p>
<p></span><span style="font-size:9pt;color:#666666;line-height:115%;font-family:&quot;">Im Internet ist man selten allein: Auf der Web-Seite von Piet finden sich Bilder, Kommentare und Spuren seiner Freunde- Freunde sind nicht nur die fiktionalen Figuren Nick, Jessy und Melanie, sondern &#8211; wenn alles gut läuft &#8211; bald auch viele &#8222;echte&#8220; Nutzer, Menschen, die sich mit der Serie angefreundet haben. Internet-Fiction ist kurz und wird auf persönliche Art und Weise erzählt. Piet-Regisseur Manuel Meimberg will nicht ausschließen, dass die &#8222;Nutzer-Kommentare mal die Handlung beeinflussen könnten&#8220;. Interaktivität bedeutet aber nicht, dass die Zuschauer in einem Multiple-Choice-Verfahren über den Plot bestimmen können. Das Netz ist ein soziales Medium. Über den Computer halten die Menschen Kontakt, sie haben sich daran gewöhnt, persönliche Fragen zu stellen und individuelle Antworten zu erhalten. Meimberg erzählt, dass er &#8222;versuchen will, die Leute zum Mitmachen zu bewegen&#8220;. Die Science-Fiction-Serie Gemini Division erlaubt es Zuschauern, einen eigenen Account auf der Seite einzurichten und dort über Webcam mit Fans und Serienfiguren zu kommunizieren.</span><span style="font-size:9pt;color:#666666;line-height:115%;font-family:&quot;"></p>
<p></span><span style="font-size:9pt;color:#666666;line-height:115%;font-family:&quot;">Ist das die Zukunft des audiovisuellen Dramas? Manchmal scheint man selbst bei Grundy Ufa ein wenig Zweifel zu haben. Im Vorspann der Pietshow singt die Band Madsen: &#8222;Mach die Kamera aus, und schließt die Augen. Die Bilder in deinem Kopf reichen aus, um dir selbst zu glauben.&#8220;</span></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/jmtmainz.wordpress.com/105/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/jmtmainz.wordpress.com/105/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/jmtmainz.wordpress.com/105/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/jmtmainz.wordpress.com/105/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/jmtmainz.wordpress.com/105/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/jmtmainz.wordpress.com/105/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/jmtmainz.wordpress.com/105/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/jmtmainz.wordpress.com/105/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/jmtmainz.wordpress.com/105/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/jmtmainz.wordpress.com/105/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/jmtmainz.wordpress.com/105/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/jmtmainz.wordpress.com/105/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/jmtmainz.wordpress.com/105/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/jmtmainz.wordpress.com/105/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=jmtmainz.wordpress.com&amp;blog=5329366&amp;post=105&amp;subd=jmtmainz&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Audiovisuelles Drama und soziales Netzwerk in einem &#8211; die Pietshow (ag)</title>
		<link>http://jmtmainz.wordpress.com/2008/11/01/audiovisuelles-drama-und-soziales-netzwerk-in-einem-die-pietshow-ag/</link>
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		<pubDate>Sat, 01 Nov 2008 15:53:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jmtmainz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Mehr als zehn Millionen Mitglieder offenbaren im Studivz mit Fotos und Texten ihr Privatleben. Ein neues Format innerhalb der Internet-Community setzt noch eins drauf: In scheinbar selbstgedrehten Amateur-Videos wird das Leben des Berliner Students Piet präsentiert. Wir befinden uns mitten in einer Party. Piet kracht durch die Wand in die Nachbarwohnung. Als er wieder aus [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=jmtmainz.wordpress.com&amp;blog=5329366&amp;post=31&amp;subd=jmtmainz&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span class="fliesstext">Mehr als zehn Millionen Mitglieder  offenbaren im Studivz  mit Fotos und Texten ihr Privatleben. Ein neues Format innerhalb der Internet-Community setzt noch eins drauf: In scheinbar selbstgedrehten Amateur-Videos wird das Leben des Berliner Students Piet</span><span class="fliesstext"> präsentiert. </span><span class="fliesstext"> </span><!-- google_ad_section_end --> <!-- google_ad_section_end --> <span id="more-31"></span></p>
<p><span class="fliesstext">Wir befinden uns mitten in einer Party. Piet kracht durch die Wand in die Nachbarwohnung. Als er wieder aus dem Loch heraus krabbelt, ruft er nicht zuerst seinen Versicherungsagenten an, sondern spricht in das omnipräsente Objektiv: &#8222;Hast Du das drauf? Sag mir bitte, dass Du das drauf hast.&#8220;</span></p>
<p><span class="fliesstext"> Das Loch in der Wand setzt die Handlung in Gang, verbindet die Wohnung von Piet und Kumpel Nick mit derjenigen von Jessy und Melanie. Sie sind ebenfalls gerade für das Studium nach Berlin gezogen. Der Plot lässt selbst die Protagonisten stutzen: &#8222;Wir sind wie Serienfiguren: die Sexbombe mit dem großen Mund, die frigide Langeweilerin und der coole Typ.&#8220;</span></p>
<p><span class="fliesstext">Der einzige Unterschied zwischen Piet und allen anderen StudiVZ-Nutzern ist, dass dem Filmstudenten für die mediale Verarbeitung seiner Existenz ein etwas größeres Budget zur Verfügung steht: Er ist die Hauptfigur der Pietshow. Ein kommerziell produziertes Programm der Firma <a title="Grundy" href="http://www.ufa.de/index.php/Unternehmen/Gesell/company/Grundyufa/myid/4951/prodid/4441">Grundy Ufa</a> und StudiVZ. Seit dieser Woche werden 15 Folgen mit einer Länge von je vier Minuten veröffentlicht.</span></p>
<p><span class="fliesstext">Der aktuellen <a title="Onlinestudie" href="http://www.ard-zdf-onlinestudie.de/index.php?id=117">ARD Online Studie</a> zufolge lässt sich bei den 14- bis 49-Jährigen Deutschen eine deutliche Verlagerung vom Fernsehen zum Internet feststellen. 55 Prozent der Online-Nutzer rufen Videos auf, mehrheitlich ist das noch User Generated Content. Welche Konsistenz und Größe muss Quality Content haben, um im Web akzeptiert zu werden? </span><span class="fliesstext">Wobei Quality Content zunächst nur das industrielle Produkt meint im Gegensatz zum User Generated Content, den privaten Wackelclips.</span><span class="fliesstext"> Welche Geschichten soll man erzählen in welcher Länge?</span></p>
<p>Die Geschichte der Web-Serie beginnt 2006 auf der Video-Plattform YouTube, als die 16-jährige Bree unter dem Nutzernamen Lonelygirl15 ein Videotagebuch online stellt. Das Mädchen spricht mit großen Augen in die Webcam, erzählt von der Highschool, blöden Jungs und großen Träumen. Nach einiger Zeit, als das lebendige Mädchen bereits eine treue Zuschauerschaft hat, berichtet sie plötzlich von einer gefährlichen Sekte.</p>
<p><span class="fliesstext"> Lonelygirl15 hat einen ersten Produktionsstandard für Web-Serien gesetzt: Oft erzählen die Hauptdarsteller ihre eigene Geschichte in die Kamera. Sie bedienen sich dabei der audiovisuellen Aufnahmegeräte, die auch in den Zimmern der Zielgruppe herum liegen: Webcams, Mini-DV, Handykamera.</span></p>
<p><span class="fliesstext">Ihr YouTube-Bekanntenkreis ist besorgt, schickt ermutigende Emails und die Nummer einer Hilfs-Hotline, bis im Sommer 2006 herauskommt, dass es sich bei Lonelygirl15 in Wirklichkeit um Jessica Rose handelt, eine 20-jährige Schauspielerin aus Neuseeland. Die Videos sind bei YouTube noch immer zu finden. Das Internet archiviert die eigene Evolutionsgeschichte.<br />
</span></p>
<p><span class="fliesstext"> Die Pietshow versucht erst gar nicht, Fiktionalität zu verbergen. Irgendwann liegt eine Seite des Drehbuchs im Bild. Auf dem Bildschirm blinkt ein Batterie. Die Erklärung: Piet filmt sein Leben für ein Studienprojekt und lädt am Ende jeder Vierminuten-Folge das Videomaterial auf StudiVZ hoch. &#8222;Wer will das denn sehen?&#8220;, fragt eines der Mädchen &#8211; und hat nichts verstanden. &#8222;Wir stellen in der Serie auch die Frage, in wie weit das alles auf StudiVZ noch real ist&#8220;, sagt Regisseur Manuel Meimberg.</span></p>
<p><span class="fliesstext">Jedes Medium bringt eine Erzählform hervor, die seine eigenen Potentiale auf scheinbar natürliche Weise nutzt: Im Kino läuft noch immer der eineinhalbstündige Film. Das Fernsehen erfand die 30-minütige Soap. Das Internet bringt nun den Zwei- bis Vierminüter, der nur noch das Leben der Zielgruppe abbildet. Je kleiner der Bildschirm, desto näher rücken die Zuschauer an die dargestellte Welt &#8211; bis beides zusammenfällt.</span></p>
<p>Da ist kein Grund zur Panik, die Webisode wird die Episode oder den Spielfilm nicht ablösen. Jeff Zucker, mächtiger Mann an der Spitze des amerikanischen Networks NBC, wies auf einer Medienkonferenz in London auf die Gleichzeitigkeit von Mediennutzung hin. &#8222;Seht das Internet nicht als Verlust&#8220;, empfahl er den Briten.</p>
<p><span class="fliesstext">Die Pietshow ist die bislang aufwändigste deutsche Web-Serie. Der Konkurrent MySpace kam letztes Jahr als Erster mit einer Serie. Candy Girls bildete das Leben einer Gruppe junger Mädchen in Berlin ab.</span></p>
<p><span class="fliesstext">Ungefähr 70 000 Zuschauer gewann MySpace mit der Web-Serie Candy Girls pro Folge im vergangenen Jahr. Im Vergleich mit den Millionen Soap-Fans im Fernsehen, das weiß Berger genau, ist das nicht viel. Andererseits könnten Werbekunden auf MySpace viel gezielter eine Konsumentengruppe identifizieren und ansprechen. </span></p>
<p><span class="fliesstext">Darüber hinaus kostet die Produktion einer hochwertigen Web-Serie viel weniger als einer hochwertigen TV-Serie, weshalb vor allem in den USA eine enorme Anzahl an &#8222;web-only&#8220; Inhalten auf den Markt kommt. Junge, unbekannte Regisseure und Produzenten suchen im Netz nach Zuschauern und Fans. Nicht selten tauchen auch Pilotsendungen auf, die von Fernsehanstalten abgelehnt wurden. Sie erhalten, wenn sie bei YouTube oder MySpace massenhaft angeklickt wurden, eine weitere Chance.</span></p>
<p>Der Fernsehturm war ein mächtiger Bau aus Beton und Stahl, an der Spitze glühte ein rotes Licht. Im Internet gibt es diese zentrale Struktur nicht mehr. Der Produzent strahlt nicht mehr aus, sondern gibt die Daten frei &#8211; und hofft, dass die User vorbei surfen. Die Antenne, die früher aktiv gesendet hat, wird zu einem Link, der passiv darauf wartet angeklickt zu werden. Aus dem Fernsehen, das uns fremde Welten zeigt, wird das Nahsehen, ein Pixel-Spiegel, in dem wir uns selbst betrachten.</p>
<p>Im Internet ist man selten allein: Auf der Web-Seite von Piet finden sich Bilder, Kommentare und Spuren seiner Freunde. Freunde sind nicht nur die fiktionalen Figuren Nick, Jessy und Melanie, sondern, wenn alles gut läuft, bald auch viele &#8222;echte&#8220; Nutzer. Menschen, die sich mit der Serie angefreundet haben. Internet-Fiction ist kurz und wird auf persönliche Art und Weise erzählt. Piet-Regisseur Manuel Meimberg will nicht ausschließen, dass die &#8222;Nutzer-Kommentare mal die Handlung beeinflussen könnten&#8220;. Interaktivität bedeutet aber nicht, dass die Zuschauer in einem Multiple-Choice-Verfahren über den Plot bestimmen können. Über den Computer halten die Menschen Kontakt. Sie stellen persönliche Fragen und erhalten individuelle Antworten. Meimberg will versuchen, die Leute zum Mitmachen zu bewegen.</p>
<p>Ist das die Zukunft des audiovisuellen Dramas? Manchmal scheint man selbst bei Grundy Ufa ein wenig Zweifel zu haben. Im Vorspann, der meist wilde Partys in einer Wohnung mit durchlöcherten Wänden ankündigt, singt die Band Madsen: &#8222;Mach die Kamera aus, und schließt die Augen. Die Bilder in deinem Kopf reichen aus, um dir selbst zu glauben.&#8220;</p>
<p>Autor: Tobias Moorstedt</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/jmtmainz.wordpress.com/31/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/jmtmainz.wordpress.com/31/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/jmtmainz.wordpress.com/31/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/jmtmainz.wordpress.com/31/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/jmtmainz.wordpress.com/31/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/jmtmainz.wordpress.com/31/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/jmtmainz.wordpress.com/31/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/jmtmainz.wordpress.com/31/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/jmtmainz.wordpress.com/31/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/jmtmainz.wordpress.com/31/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/jmtmainz.wordpress.com/31/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/jmtmainz.wordpress.com/31/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/jmtmainz.wordpress.com/31/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/jmtmainz.wordpress.com/31/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=jmtmainz.wordpress.com&amp;blog=5329366&amp;post=31&amp;subd=jmtmainz&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Tagebücher in Fernsehfolgen des Studiverzeichneses (CF)</title>
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		<pubDate>Sat, 01 Nov 2008 15:50:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jmtmainz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Aussterben des Fernsehens scheint selbst Grundy Ufa für unabdingbar halten, dennoch setzt die Firma auf eine Zukunft, mit Hilfe von Studivz. Piet kracht durch die Wand in die Nachbarwohnung. Als er wieder aus dem Loch heraus krabbelt, ruft er &#8222;Hast Du das drauf? Sag mir bitte, dass Du das drauf hast.&#8220; Dieser unbedeutende Studivz [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=jmtmainz.wordpress.com&amp;blog=5329366&amp;post=53&amp;subd=jmtmainz&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:.0001pt;line-height:normal;"><span style="font-size:12pt;font-family:&quot;">Das Aussterben des Fernsehens scheint selbst<span> </span>Grundy Ufa für unabdingbar halten, dennoch setzt die Firma auf eine Zukunft,  mit Hilfe von Studivz.<span id="more-53"></span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:.0001pt;line-height:normal;"><span style="font-size:12pt;font-family:&quot;">Piet kracht durch die Wand in die Nachbarwohnung. Als er wieder aus dem Loch heraus krabbelt, ruft er &#8222;Hast Du das drauf? Sag mir bitte, dass Du das drauf hast.&#8220; <span> </span>Dieser unbedeutende Studivz Nutzer unterscheidet sich so von den Millionen weiteren. Er spielt seine Rolle. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:.0001pt;line-height:normal;"><span style="font-size:12pt;font-family:&quot;">Denn er ist die Hauptfigur eines kommerziell produzierten Programms, das die zu Bertelsmann zählende Firma Grundy Ufa (u.a. Verliebt in Berlin/Sat 1) und StudiVZ hergestellt haben. Der Titel: Pietshow. Seit dieser Woche werden 15 Folgen mit einer Länge von je vier Minuten veröffentlicht.<br />
<!--[if !supportLineBreakNewLine]--></span><span style="font-size:12pt;font-family:&quot;"> <!--[endif]--></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:.0001pt;line-height:normal;"><span style="font-size:12pt;font-family:&quot;"> Die Pietshow ist die bislang aufwändigste deutsche Web-Serie. Der Konkurrent MySpace kamvergangenes Jahr als Erster mit einer Serie &#8211; <a href="www.myspace.com/candygirls - 116k">Candy Girls</a> bildete das Leben einer Gruppe junger Mädchen in Berlin ab. Doch die Geschichte beginnt mit einem<br />
<a href="www.youtube.com/watch?v=-goXKtd6cPo">Tagebuch</a> auf Youtube.<br />
<!--[if !supportLineBreakNewLine]--></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:.0001pt;line-height:normal;"><span style="font-size:12pt;font-family:&quot;">Zeigt sich in den aufkommenden sozialen Netzwerken das Fernsehen der Zukunft, zielgruppennormiert, eingebunden in eine millionenstarke Community?</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:.0001pt;line-height:normal;"><span style="font-size:12pt;font-family:&quot;">Der aktuellen ARD Online Studie zufolge lässt sich eine Verlagerung bei den14- bis 49- Jährigen Deutschen des Fernsehens zum Internet feststellen.<br />
<em><br />
</em>Doch ist dies kein Grund zur Panik, die Webisode wird die Episode oder den Spielfilm nicht ablösen. Jeff Zucker, der Mann an der Spitze des amerikanischen Networks, <span> </span> er sagte &#8222;Seht das Internet nicht alsVerlust&#8220;.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:.0001pt;line-height:normal;"><span class="fliesstext">Die Firma Electronic Farm Entertainment des erfahrenen Hollywood-Produzenten Stan Rogow konnte Roasario Dawson für die Web-Serie Gemini Divison gewinnen.Die Produktion ist hochwertig und die Serie auf 50 Folgen angelehnt. Das Problem ist nur: Noch ist der Fiction-Boom im Web ein Goldrausch ohne Gold. Ein Geschäftsmodell fehlt.</span><span style="font-size:12pt;font-family:&quot;"><br />
</span><span style="font-size:12pt;font-family:&quot;">Im Internet ist man selten allein: Auf der Web-Seite von Piet finden sich Bilder, Kommentare und Spuren seiner Freunde- Freunde sind nicht nur die fiktionalen Figuren Nick, Jessy und Melanie, sondern &#8211; wenn alles gut läuft &#8211; bald auch viele &#8222;echte&#8220; Nutzer, Menschen, die sich mit der Serie angefreundet haben.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:.0001pt;line-height:normal;"><span style="font-size:12pt;font-family:&quot;"><span> </span>Internet-Fiction ist kurz und wird auf persönliche Art und Weise erzählt. Die Nutzer können die Handlungen beeinflussen.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:.0001pt;line-height:normal;"><span style="font-size:12pt;font-family:&quot;">Wenn <span> </span>dies die Zukunft des Fernsehens darstellt, wird Piet viele weitere Wände durchschlagen und durch <span> </span>Löcher krabeln können  um so seine  Freunde zu unterhalten.</span></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/jmtmainz.wordpress.com/53/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/jmtmainz.wordpress.com/53/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/jmtmainz.wordpress.com/53/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/jmtmainz.wordpress.com/53/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/jmtmainz.wordpress.com/53/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/jmtmainz.wordpress.com/53/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/jmtmainz.wordpress.com/53/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/jmtmainz.wordpress.com/53/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/jmtmainz.wordpress.com/53/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/jmtmainz.wordpress.com/53/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/jmtmainz.wordpress.com/53/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/jmtmainz.wordpress.com/53/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/jmtmainz.wordpress.com/53/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/jmtmainz.wordpress.com/53/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=jmtmainz.wordpress.com&amp;blog=5329366&amp;post=53&amp;subd=jmtmainz&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>(vh)</title>
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		<pubDate>Sat, 01 Nov 2008 15:50:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jmtmainz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Online-Soaps- Die Zukunft? (vh) Die neue Art von Seifenoper findet nicht mehr im Fernsehen statt, sondern im Internet.  Produzenten oder Amateure stellen ihre Soaps ins Internet und hoffen auf viele Besucher. Zeitverschwendung oder ein futuristisches Sprungbett zum Erfolg? In Deutschland hat dieser Trend mit „Candy Girls“ angefangen- einer Serie über ein Gruppe junger Mädchen in [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=jmtmainz.wordpress.com&amp;blog=5329366&amp;post=38&amp;subd=jmtmainz&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal" style="margin:0 0 10pt;"><strong><span style="font-size:16pt;color:#666666;font-family:&quot;">Online-Soaps- Die Zukunft?<span> </span>(vh)</span></strong></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0 0 10pt;"><strong><span style="font-size:9pt;color:#666666;line-height:115%;font-family:&quot;">Die neue Art von Seifenoper findet nicht mehr im Fernsehen statt, sondern im Internet.<span>  </span>Produzenten oder Amateure stellen ihre Soaps ins Internet und hoffen auf viele Besucher. Zeitverschwendung oder ein futuristisches Sprungbett zum Erfolg?<span id="more-38"></span></span></strong></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0 0 10pt;"><span style="font-size:9pt;color:#666666;line-height:115%;font-family:&quot;">In Deutschland hat dieser Trend mit „Candy Girls“ angefangen- einer Serie über ein Gruppe junger Mädchen in Berlin. </span><span style="font-size:9pt;color:#666666;line-height:115%;font-family:&quot;">Ein Format, welches den Zeichen der Öffentlichkeit folgt. Der Konsum von Online-Videos steigt und soziale Netzwerke, wie YouTube oder StudiVZ, machen eine Selbstdokumentation im Internet möglich.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0 0 10pt;"><span style="font-size:9pt;color:#666666;line-height:115%;font-family:&quot;">Eine von diesen Serien ist die sogenannte „Pietshow“. Sie handelt von Piet, einem Studenten aus Berlin, der mit seiner Privatkamera sein eigenes Leben als Online-Tagebuch festhält und eine Produktion von Grundy Ufa </span><span class="fliesstext1"><span style="font-size:9pt;color:#666666;line-height:115%;font-family:&quot;">(u.a. Verliebt in Berlin/Sat 1) und StudiVZ ist.</span></span><span style="font-size:9pt;color:#666666;line-height:115%;font-family:&quot;"> </span><span style="font-size:9pt;color:#666666;line-height:115%;font-family:&quot;">Seit dieser Woche werden 15 Folgen mit einer Länge von je vier Minuten veröffentlicht.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0 0 10pt;"><span style="font-size:9pt;color:#666666;line-height:115%;font-family:&quot;"><br />
<span class="fliesstext1">Die Pietshow beginnt mit einer Party. Piet kracht durch die Wand in die Nachbarwohnung. Als er wieder aus dem Loch heraus krabbelt, ruft er nicht zuerst seinen Versicherungsagenten an, sondern spricht in das omnipräsente Objektiv: &#8222;Hast Du das drauf? Sag mir bitte, dass Du das drauf hast.&#8220;</span></span><span class="fliesstext1"><span style="font-size:9pt;color:#666666;line-height:115%;font-family:&quot;"></span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0 0 10pt;"><span class="fliesstext1"><span style="font-size:9pt;color:#666666;line-height:115%;font-family:&quot;">Das Loch in der Wand setzt die Handlung in Gang, verbindet die Wohnung Piets, die er sich mit Kumpel Nick teilt, mit der Wohnung von Jessy und Melanie, zwei Mädchen, die zufällig im selben Alter und ebenfalls gerade für das Studium nach Berlin gezogen sind. Der generische Plot lässt selbst die Protagonisten stutzen: &#8222;Wir sind wie Serienfiguren: die Sexbombe mit dem großen Mund, die frigide Langeweilerin und der coole Typ.&#8220;</span></span><span style="font-size:9pt;color:#666666;line-height:115%;font-family:&quot;"></p>
<p><span class="fliesstext1">Und hier hören die metamedialen Referenzen nicht auf. Irgendwann liegt eine Seite des Drehbuchs im Bild. Auf dem Bildschirm blinkt ein Batterie-Warnsignal. Die Erklärung: Piet filmt sein Leben für ein Studienprojekt &#8211; und lädt am Ende jeder Vierminuten-Folge das Videomaterial auf StudiVZ hoch. &#8222;Wer will das denn sehen?&#8220;, fragt eines der Mädchen &#8211; und hat nichts verstanden. &#8222;Wir stellen in der Serie auch die Frage, in wie weit das alles auf StudiVZ noch real ist&#8220;, sagt Regisseur Meimberg, &#8222;in dieser Generation ist doch jeder ein Performer.&#8220;</span></span><span style="font-size:9pt;color:#666666;line-height:115%;font-family:&quot;"></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0 0 10pt;"><span style="font-size:9pt;color:#666666;line-height:115%;font-family:&quot;">Angst haben, dass die heißgeliebte Soap am Vorabend wegfällt, muss aber keiner. Jeff Zucker, mächtiger Mann an der Spitze des amerikanischen Networks NBC, wies neulich auf einer Medienkonferenz in London auf die feststellbare Gleichzeitigkeit von Mediennutzung hin. &#8222;Seht das Internet nicht als Verlust&#8220;, empfahl er.</span><span style="font-size:9pt;color:#666666;line-height:115%;font-family:&quot;"></p>
<p></span><span style="font-size:9pt;color:#666666;line-height:115%;font-family:&quot;">Im Internet ist man selten allein: Auf der Web-Seite von Piet finden sich Bilder, Kommentare und Spuren seiner Freunde- Freunde sind nicht nur die fiktionalen Figuren Nick, Jessy und Melanie, sondern &#8211; wenn alles gut läuft &#8211; bald auch viele &#8222;echte&#8220; Nutzer, Menschen, die sich mit der Serie angefreundet haben. Internet-Fiction ist kurz und wird auf persönliche Art und Weise erzählt. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0 0 10pt;"><span style="font-size:9pt;color:#666666;line-height:115%;font-family:&quot;">Piet-Regisseur Manuel Meimberg will nicht ausschließen, dass die &#8222;Nutzer-Kommentare mal die Handlung beeinflussen könnten&#8220;. Interaktivität bedeutet aber nicht, dass die Zuschauer in einem Multiple-Choice-Verfahren über den Plot bestimmen können. Das Netz ist ein soziales Medium. Über den Computer halten die Menschen Kontakt, sie haben sich daran gewöhnt, persönliche Fragen zu stellen und individuelle Antworten zu erhalten. Meimberg erzählt, dass er &#8222;versuchen will, die Leute zum Mitmachen zu bewegen&#8220;. Die Science-Fiction-Serie Gemini Division erlaubt es Zuschauern, einen eigenen Account auf der Seite einzurichten und dort über Webcam mit Fans und Serienfiguren zu kommunizieren.</span><span style="font-size:9pt;color:#666666;line-height:115%;font-family:&quot;"></p>
<p></span><span style="font-size:9pt;color:#666666;line-height:115%;font-family:&quot;">So könnte sie aussehen, die etwas andere Form der Seifenoper. Ein Format, welches dem Lauf der Zeit entspricht und eine neue Form der Unterhaltung bietet. Man darf gespannt sein, was als nächstes kommt.</span></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/jmtmainz.wordpress.com/38/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/jmtmainz.wordpress.com/38/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/jmtmainz.wordpress.com/38/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/jmtmainz.wordpress.com/38/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/jmtmainz.wordpress.com/38/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/jmtmainz.wordpress.com/38/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/jmtmainz.wordpress.com/38/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/jmtmainz.wordpress.com/38/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/jmtmainz.wordpress.com/38/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/jmtmainz.wordpress.com/38/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/jmtmainz.wordpress.com/38/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/jmtmainz.wordpress.com/38/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/jmtmainz.wordpress.com/38/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/jmtmainz.wordpress.com/38/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=jmtmainz.wordpress.com&amp;blog=5329366&amp;post=38&amp;subd=jmtmainz&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Willkommen im virtuellen Wohnzimmer (if)</title>
		<link>http://jmtmainz.wordpress.com/2008/11/01/willkommen-im-virtuellen-wohnzimmer-if/</link>
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		<pubDate>Sat, 01 Nov 2008 15:50:22 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Ob StudiVZ, MySpace oder Youtube &#8211; die Jugend von heute trifft sich im Internet. Online-Portale erleben einen regelrechten Boom. Es scheint, als hätte niemand mehr Interesse an gemütlichen Fernsehabenden im heimischen Wohnzimmer. Wird das Leitmedium von den aufkommenden Online-Netzwerken abgedrängt oder kann es der Konkurrenz im Netz Widerstand leisten?     Laut der aktuellen, vor [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=jmtmainz.wordpress.com&amp;blog=5329366&amp;post=33&amp;subd=jmtmainz&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div>
<p class="MsoNormal" style="line-height:14.25pt;margin:0;"><span style="font-size:10pt;color:black;font-family:&quot;">Ob StudiVZ, MySpace oder Youtube &#8211; die Jugend von heute trifft sich im Internet. Online-Portale erleben einen regelrechten Boom. Es scheint, als hätte niemand mehr Interesse an gemütlichen Fernsehabenden im heimischen Wohnzimmer. Wird das Leitmedium von den aufkommenden Online-Netzwerken abgedrängt oder kann es der Konkurrenz im Netz Widerstand leisten?</span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:14.25pt;margin:0;"> </p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:14.25pt;margin:0;"><span style="font-size:10pt;color:black;font-family:&quot;"><span id="more-33"></span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:14.25pt;margin:0;"> </p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:14.25pt;margin:0;"><span style="font-size:10pt;color:black;font-family:&quot;">Laut der aktuellen, vor wenigen Wochen veröffentlichten ARD Online Studie lässt sich bei den 14- bis 49-Jährigen Deutschen eine deutliche Verlagerung vom Fernsehen zum Internet feststellen. 55 Prozent der Online-Nutzer rufen Videos auf (2007: 45 Prozent), welche mehrheitlich noch von den Usern selbst produziert werden. Das Internet stellt eine Bedrohung für die traditionellen Medien dar, denen immer weniger Aufmerksamkeit geschenkt wird. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:14.25pt;margin:0;"> </p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:14.25pt;margin:0;"> </p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:14.25pt;margin:0;"><span style="font-size:10pt;color:black;font-family:&quot;">Das StudiVZ hat einen neuen Schritt in diese Richtung getan: Die Pietshow, in der sich alles um das WG-Leben von vier Berliner Studenten dreht. Pietshow oder &#8222;Gute Zeiten, schlechte Zeiten&#8220; &#8211; eine Frage, die sich Jugendliche heute stellen müssen.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:14.25pt;margin:0;"><span style="font-size:10pt;color:black;font-family:&quot;"> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:14.25pt;margin:0;"><span style="font-size:10pt;color:black;font-family:&quot;">Piet ist eines von mehr als zehn Millionen Mitgliedern von StudiVZ. Piet ist Kunststudent, Mitte 20, wohnhaft in Berlin. Er trägt einen Dreitagebart, Secondhand-Klamotten, manchmal einen etwas albernen Hut, und er hat eine Neigung zu Alkoholexzessen. Man weiß das alles über Piet, weil er auf seiner Profilseite in dem sozialen Internet-Netzwerk regelmäßig Texte, Fotos und Videos aus seinem Alltag hoch lädt.</span><span style="font-size:10pt;color:black;font-family:&quot;"></span><span style="font-size:10pt;color:black;font-family:&quot;">Piet ist Zielgruppen-Durchschnitt einer Generation, die keinen Unterschied mehr macht zwischen der Zeit, die man im sozialen Netzwerk oder in der Kneipe verbringt. Am nächsten Morgen steht die Dokumentation des Abends, stehen die Gedanken und audiovisuellen Daten, auf der StudiVZ-Seite. Realität und Virtualität sind eins. </span><span style="font-size:10pt;color:black;font-family:&quot;"></span><span style="font-size:10pt;color:black;font-family:&quot;">Der einzige Unterschied zwischen Piet und den anderen zehn Millionen StudiVZ-Nutzern ist, dass dem Berliner Filmstudenten für die mediale Verarbeitung seiner Existenz ein etwas größeres Budget zur Verfügung steht: Piet ist die Hauptfigur eines kommerziell produzierten Programms, das die zu Bertelsmann zählende Firma Grundy Ufa (u.a. Verliebt in Berlin/Sat 1) und StudiVZ hergestellt haben. Seit dieser Woche werden 15 Folgen mit einer Länge von je vier Minuten veröffentlicht.</span><span style="font-size:10pt;color:black;font-family:&quot;"></span><span style="font-size:10pt;color:black;font-family:&quot;">Die Pietshow ist die bislang aufwändigste deutsche Web-Serie. Der Konkurrent MySpace kam vergangenes Jahr als Erster mit einer Serie &#8211; Candy Girls bildete das Leben einer Gruppe junger Mädchen in Berlin ab.</span><span style="font-size:10pt;color:black;font-family:&quot;"></span><span style="font-size:10pt;color:black;font-family:&quot;">Die Geschichte der Web-Serie beginnt 2006 auf der Video-Plattform YouTube, als die 16-jährige Bree unter dem Nutzernamen Lonelygirl15 ein Videotagebuch online stellt. Das Mädchen spricht mit großen Augen in die Webcam, erzählt von der Highschool, blöden Jungs und großen Träumen. Nach einiger Zeit berichtet sie plötzlich von einer gefährlichen Sekte. Ihr YouTube-Bekanntenkreis ist besorgt, schickt ermutigende Emails und die Nummer eine Hilfs-Hotline, bis im Sommer 2006 herauskommt, dass es sich bei Lonelygirl15 in Wirklichkeit um Jessica Rose handelt, eine 20-jährige Schauspielerin aus Neuseeland. Doch das Format konnte einen ersten Produktionsstandard für die Web-Serien der Zukunft setzen.</span></p>
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<p class="MsoNormal" style="line-height:14.25pt;margin:0;"><span style="font-size:10pt;color:black;font-family:&quot;"> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:14.25pt;margin:0;"><span style="font-size:10pt;color:black;font-family:&quot;">Jedes Medium bringt eine Erzählform hervor, die seine eigenen Potentiale auf scheinbar natürliche Weise nutzt: Im Kino läuft noch immer der eineinhalbstündige Film, der als Genre alles thematisiert, was die Menschen, ihre Geschichte und ihre Phantasie zu bieten haben. Das Fernsehen erfand die 30-minütige Soap, eine Form des Dramas, in der es eine überproportionale Häufigkeit an Inzest, Magersucht und Drogenhandel gibt. Das Internet bringt nun den Zwei- bis Vierminüter, der nur noch das Leben der Zielgruppe abbildet. Je kleiner der Bildschirm, desto näher rücken die Zuschauer an die dargestellte Welt &#8211; bis beides zusammenfällt.</span><span style="font-size:10pt;color:black;font-family:&quot;"></span><span style="font-size:10pt;color:black;font-family:&quot;">Das ist kein Grund zur Panik, die Webisode wird die Episode oder den Spielfilm nicht ablösen. Jeff Zucker, mächtiger Mann an der Spitze des amerikanischen Networks NBC, wies neulich auf einer Medienkonferenz in London auf die feststellbare Gleichzeitigkeit von Mediennutzung hin. &#8222;Seht das Internet nicht als Verlust&#8220;, empfahl er den Briten.</span><span style="font-size:10pt;color:black;font-family:&quot;"></span><span style="font-size:10pt;color:black;font-family:&quot;">MySpace konnte ungefähr 70 000 Zuschauer</span><span class="fliesstext1"><span style="font-size:9pt;color:#666666;font-family:&quot;"> </span></span><span style="font-size:10pt;color:black;font-family:&quot;">pro Folge mit der Web-Serie Candy Girls im vergangenen Jahr gewinnen &#8211; im Vergleich mit den Millionen Soap-Fans im Fernsehen ist das nicht viel. Das weiß der Managing Director von MySpace Deutschland Joel Berger genau, andererseits könnten Werbekunden auf MySpace viel gezielter eine Konsumentengruppe identifizieren und ansprechen. </span><span style="font-size:10pt;color:black;font-family:&quot;"></span><span style="font-size:10pt;color:black;font-family:&quot;">Die Firma Electronic Farm Entertainment des erfahrenen Hollywood-Produzenten Stan Rogow konnte Roasario Dawson &#8211; Muse von Quentin Tarantino in Death Proof &#8211; für die Web-Serie Gemini Divison gewinnen: Dawson wird als New Yorker Polizistin in ein Science-Fiction-Universum versetzt, kämpft gegen böse Konzerne, künstliche Menschen und berichtet den Zuschauern mit der Handykamera über ihre Abenteuer. Die Produktion ist hochwertig und die Serie auf 50 Folgen angelehnt. Das Problem ist nur: Noch ist der Fiction-Boom im Web ein Goldrausch ohne Gold. Ein Geschäftsmodell fehlt. </span></p>
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<p class="MsoNormal" style="line-height:14.25pt;margin:0;"><span style="font-size:10pt;color:black;font-family:&quot;"> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:14.25pt;margin:0;"><span style="font-size:10pt;color:black;font-family:&quot;">Wie sieht die Zukunft des audiovisuellen Dramas aus? Darüber scheint man selbst bei Grundy Ufa nicht sicher zu sein. Im Vorspann der Pietshow singt die Band Madsen: &#8222;Mach die Kamera aus, und schließt die Augen. Die Bilder in deinem Kopf reichen aus, um dir selbst zu glauben.&#8220; </span></p>
</div>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/jmtmainz.wordpress.com/33/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/jmtmainz.wordpress.com/33/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/jmtmainz.wordpress.com/33/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/jmtmainz.wordpress.com/33/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/jmtmainz.wordpress.com/33/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/jmtmainz.wordpress.com/33/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/jmtmainz.wordpress.com/33/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/jmtmainz.wordpress.com/33/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/jmtmainz.wordpress.com/33/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/jmtmainz.wordpress.com/33/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/jmtmainz.wordpress.com/33/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/jmtmainz.wordpress.com/33/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/jmtmainz.wordpress.com/33/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/jmtmainz.wordpress.com/33/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=jmtmainz.wordpress.com&amp;blog=5329366&amp;post=33&amp;subd=jmtmainz&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>L.B.</title>
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		<pubDate>Sat, 01 Nov 2008 15:50:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jmtmainz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[    Piet ist eines von mehr als zehn Millionen Mitgliedern von StudiVZ, Student der Künste, wohnhaft in Berlin. Er trägt einen Dreitagebart, Secondhand-Klamotten, manchmal einen albernen Hut und hat eine Neigung zu Alkoholexzessen. Man weiß das alles über Piet, weil er auf seiner Profilseite in dem sozialen Internet-Netzwerk regelmäßig Texte, Fotos und Videos aus [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=jmtmainz.wordpress.com&amp;blog=5329366&amp;post=34&amp;subd=jmtmainz&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span class="fliesstext"><strong><span style="font-size:15pt;color:#666666;line-height:115%;font-family:&quot;"> </span></strong></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0 0 10pt;"> </p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0 0 10pt;"><span style="font-size:9pt;color:#666666;line-height:115%;font-family:&quot;">Piet ist eines von mehr als zehn Millionen Mitgliedern von StudiVZ, Student der Künste, wohnhaft in Berlin. Er trägt einen Dreitagebart, Secondhand-Klamotten, manchmal einen albernen Hut und hat eine Neigung zu Alkoholexzessen. Man weiß das alles über Piet, weil er auf seiner Profilseite in dem sozialen Internet-Netzwerk regelmäßig Texte, Fotos und Videos aus seinem Alltag hoch lädt. Für fast jeden sichtbar stehen am nächsten Morgen die Dokumentation des Abends, stehen die Gedanken und audiovisuellen Daten von Piet auf der StudiVZ-Seite. </span><span style="font-size:9pt;color:#666666;line-height:115%;font-family:&quot;"></p>
<p></span><span style="font-size:9pt;color:#666666;line-height:115%;font-family:&quot;">Der einzige Unterschied zwischen Piet und den anderen zehn Millionen StudiVZ-Nutzern ist, dass dem Studenten ein größeres Budget zur Verfügung steht: Er ist die Hauptfigur eines kommerziell produzierten Programms von Grundy Ufa (u.a. Verliebt in Berlin/Sat 1) und StudiVZ. Der Titel: Pietshow. Seit dieser Woche werden 15 Folgen mit einer Länge von je vier Minuten veröffentlicht. Es ist zwar nicht die erste, aber die bislang aufwändigste deutsche Web-Serie. <span> </span>Konkurrent MySpace kam bereits vergangenes Jahr mit einer Reihe &#8211; Candy Girls bildete das Leben einer Gruppe junger Mädchen in Berlin ab.</span><span style="font-size:9pt;color:#666666;line-height:115%;font-family:&quot;"></p>
<p></span><span style="font-size:9pt;color:#666666;line-height:115%;font-family:&quot;">Der aktuellen ARD Online Studie zufolge lässt sich bei den 14- bis 49-Jährigen Deutschen eine lange vermutete, deutliche Verlagerung vom Fernsehen zum Internet feststellen. 55 Prozent der Online-Nutzer rufen Videos auf (2007: 45 Prozent), mehrheitlich sind das noch die privaten Wackelclips anderer YouTube-User. Welche Konsistenz und Größe muss dagegen ein industriell produziertes Video haben, um im Web akzeptiert zu werden? </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0 0 10pt;"><span style="font-size:9pt;color:#666666;line-height:115%;font-family:&quot;">Die Geschichte der Web-Serie beginnt 2006 auf YouTube, als die 16-jährige Bree alias Lonelygirl15 ein Videotagebuch online stellt und von der Highschool, blöden Jungs und großen Träumen erzählt. Plötzlich berichtet Bree von einer gefährlichen Sekte. Ihr YouTube-Bekanntenkreis ist besorgt, schickt ermutigende Emails und die Nummer eine Hilfs-Hotline, bis herauskommt, dass es sich bei Lonelygirl15 in Wirklichkeit um Jessica Rose handelt, eine 20-jährige Schauspielerin aus Neuseeland. Noch heute finden sich unter dem Suchbegriff Lonelygirl15 mehr als eine Million Treffer, die Schöpfer der Serie arbeiten mittlerweile für den US-Mediengiganten CBS. Auch die Lonelygirl15-Videos gibt es noch immer auf YouTube – das Internet archiviert die eigene Evolutionsgeschichte. </span><span style="font-size:9pt;color:#666666;line-height:115%;font-family:&quot;"></p>
<p></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0 0 10pt;"><span style="font-size:9pt;color:#666666;line-height:115%;font-family:&quot;">Die Pietshow versucht daher erst gar nicht, Fiktionalität zu verbergen. &#8222;Bree war nicht glamourös. Sie war nicht einmal außergewöhnlich hübsch&#8220;, sagt Piet-Regisseur Manuel Meimberg, lange Zeit Chefautor von Alles was zählt (Eislauf-Soap von RTL), &#8222;aber sie war glaubwürdig. Im ersten Moment.&#8220;</span><span style="font-size:9pt;color:#666666;line-height:115%;font-family:&quot;"></p>
<p></span><span style="font-size:9pt;color:#666666;line-height:115%;font-family:&quot;">Die Serie beginnt mit einer Party. Piet kracht durch die Wand in die Nachbarwohnung. Als er wieder aus dem Loch heraus krabbelt, spricht er in das omnipräsente Objektiv: &#8222;Hast Du das drauf? Sag mir bitte, dass Du das drauf hast.&#8220;</span><span style="font-size:9pt;color:#666666;line-height:115%;font-family:&quot;"> </span><span style="font-size:9pt;color:#666666;line-height:115%;font-family:&quot;">Irgendwann liegt eine Seite des Drehbuchs im Bild. Auf dem Bildschirm blinkt ein Batterie-Warnsignal. Die Erklärung: Piet filmt sein Leben für ein Studienprojekt &#8211; und lädt am Ende jeder Vierminuten-Folge das Videomaterial auf StudiVZ hoch. &#8222;Wer will das denn sehen?&#8220;, fragt ein Mädchen &#8211; und hat nichts verstanden. &#8222;Wir stellen in der Serie auch die Frage, in wie weit das alles auf StudiVZ noch real ist&#8220;, sagt Regisseur Meimberg, &#8222;in dieser Generation ist doch jeder ein Performer.&#8220; </span><span style="font-size:9pt;color:#666666;line-height:115%;font-family:&quot;"></p>
<p></span><span style="font-size:9pt;color:#666666;line-height:115%;font-family:&quot;">Die Webisode wird die Episode oder den Spielfilm nicht ablösen, glaubt jedoch <span> </span>Jeff Zucker, mächtiger Mann an der Spitze des amerikanischen Networks NBC. Er wies auf einer Medienkonferenz in London auf die feststellbare Gleichzeitigkeit von Mediennutzung hin. &#8222;Seht das Internet nicht als Verlust&#8220;, empfahl er den Briten.</span><span style="font-size:9pt;color:#666666;line-height:115%;font-family:&quot;"></p>
<p></span><span style="font-size:9pt;color:#666666;line-height:115%;font-family:&quot;">Joel Berger ist ein Veteran der letzten Medien-Revolution. Der Managing Director von MySpace Deutschland hat früher beim Musiksender MTV gearbeitet, als dort mit bunten Clips das Fernsehen neu erfunden wurde. Im Laufe der Jahre, weiß Berger, ist sogar das Musikfernsehen alt geworden &#8211; und mutlos. &#8222;Im Netz kann man viel mehr experimentieren, hier führt ein Fehler nicht automatisch zum Ruin.&#8220;</span><span style="font-size:9pt;color:#666666;line-height:115%;font-family:&quot;"></p>
<p></span><span style="font-size:9pt;color:#666666;line-height:115%;font-family:&quot;">Ungefähr 70 000 Zuschauer konnte MySpace mit der Web-Serie Candy Girls pro Folge im vergangenen Jahr gewinnen &#8211; im Vergleich mit den Millionen Soap-Fans im Fernsehen ist das nicht viel, andererseits können Werbekunden auf MySpace viel gezielter eine Konsumentengruppe identifizieren und ansprechen. Darüber hinaus kostet die Produktion einer hochwertigen Web-Serie viel weniger als einer hochwertigen TV-Serie, weshalb vor allem in den USA eine enorme Anzahl an so genannten &#8222;web-only&#8220; Inhalten auf den Markt kommt, zum Beispiel Clips von jungen, unbekannten Regisseuren oder vom Fernsehen abgelehnte Pilotsendungen, die so eine weitere Chance erhalten. </span><span style="font-size:9pt;color:#666666;line-height:115%;font-family:&quot;"></p>
<p></span><span style="font-size:9pt;color:#666666;line-height:115%;font-family:&quot;">Immer öfter werden aber auch Akteure aus Hollywood oder dem TV-Establishment im Netz aktiv. Die Emmy-Gewinner Marshall Herskovitz und Ed Zwick produzierten 2007 Quarterlife. Sechs Millionen Zuschauer verfolgten die Premiere im Netz. NBC kaufte Quarterlife und erzielte damit am Abend die schlechteste Quote aller Zeiten. Jeff Zucker ließ das Internetstück nach einer Folge absetzen.</span><span style="font-size:9pt;color:#666666;line-height:115%;font-family:&quot;"></p>
<p></span><span style="font-size:9pt;color:#666666;line-height:115%;font-family:&quot;">Die Firma Electronic Farm Entertainment des erfahrenen Hollywood-Produzenten Stan Rogow konnte Roasario Dawson &#8211; Muse von Quentin Tarantino in Death Proof &#8211; für die Web-Serie Gemini Divison gewinnen: Dawson wird als Polizistin in ein Science-Fiction-Universum versetzt und berichtet den Zuschauern mit der Handykamera von ihren Abenteuern. Die Produktion ist hochwertig, das Problem ist nur: Noch ist der Fiction-Boom im Web ein Goldrausch ohne Gold. Ein Geschäftsmodell fehlt. Es gibt keine zentralen Strukturen, der Link wartet nur darauf, angeklickt zu werden. </span><span style="font-size:9pt;color:#666666;line-height:115%;font-family:&quot;"></p>
<p></span><span style="font-size:9pt;color:#666666;line-height:115%;font-family:&quot;">Genau wie Piets Seite, auf der sich bis jetzt nur die Bilder, Kommentare und Spuren seiner fiktionalen Freunde finden – wenn alles gut läuft, aber bald auch die „echter“ Nutzer, die sich mit der Serie angefreundet haben. Regisseur Manuel Meimberg will dabei nicht ausschließen, dass die &#8222;Nutzer-Kommentare mal die Handlung beeinflussen könnten&#8220;. Über den Plot sollen sie aber nicht bestimmen können. Dennoch will er die User, die sich daran gewöhnt haben, persönliche Fragen zu stellen und individuelle Antworten zu erhalten,<span>  </span>“zum Mitmachen“ <span> </span>anregen wie es auch bei anderen Webserien der Fall ist. Gemini Division erlaubt es beispielsweise den Zuschauern, einen eigenen Account auf der Seite einzurichten und dort über Webcam mit Fans und Serienfiguren zu kommunizieren.</span><span style="font-size:9pt;color:#666666;line-height:115%;font-family:&quot;"></p>
<p></span><span style="font-size:9pt;color:#666666;line-height:115%;font-family:&quot;">Ist das die Zukunft des audiovisuellen Dramas? Manchmal scheint man selbst bei Grundy Ufa ein wenig Zweifel zu haben. Im Vorspann der Pietshow singt die Band Madsen: &#8222;Mach die Kamera aus, und schließt die Augen. Die Bilder in deinem Kopf reichen aus, um dir selbst zu glauben.&#8220;</span><span style="font-size:9pt;color:#666666;line-height:115%;font-family:&quot;"></span></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/jmtmainz.wordpress.com/34/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/jmtmainz.wordpress.com/34/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/jmtmainz.wordpress.com/34/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/jmtmainz.wordpress.com/34/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/jmtmainz.wordpress.com/34/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/jmtmainz.wordpress.com/34/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/jmtmainz.wordpress.com/34/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/jmtmainz.wordpress.com/34/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/jmtmainz.wordpress.com/34/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/jmtmainz.wordpress.com/34/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/jmtmainz.wordpress.com/34/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/jmtmainz.wordpress.com/34/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/jmtmainz.wordpress.com/34/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/jmtmainz.wordpress.com/34/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=jmtmainz.wordpress.com&amp;blog=5329366&amp;post=34&amp;subd=jmtmainz&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Gucke ich heute Fußball oder Piet? (rs)</title>
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		<pubDate>Sat, 01 Nov 2008 15:50:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jmtmainz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Alltag in sozialen Netzwerken wie StudiVZ zeigt die Entwicklung des Fernsehens auf. Im Mittelpunkt steht Selbstdarstellung und Kurzlebigkeit statt Information und Bildung.   War wohl eine kurze Nacht für Piet. Leere Bierflaschen, senfverschmierte Pappteller und ein großer brauner Colafleck bedecken den Wohnzimmertisch seiner Wohnung. Der Berliner Filmwissenschaftstudent selbst ist auf dem nächsten Foto mit [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=jmtmainz.wordpress.com&amp;blog=5329366&amp;post=32&amp;subd=jmtmainz&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span class="fliesstext"></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:17.25pt;margin:0;"><strong></strong><strong><span style="font-size:10.5pt;color:#666666;font-family:&quot;"></span></strong></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:17.25pt;margin:0;"><strong><span style="font-size:10.5pt;color:#666666;font-family:&quot;">Der Alltag in sozialen Netzwerken wie StudiVZ zeigt die Entwicklung des Fernsehens auf. Im Mittelpunkt steht Selbstdarstellung und Kurzlebigkeit statt Information und Bildung. </span></strong></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0 0 10pt;"><strong><span style="font-size:15pt;color:#666666;line-height:115%;font-family:&quot;"> </span></strong></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0 0 10pt;"><span style="font-size:9pt;color:#666666;line-height:115%;font-family:&quot;">War wohl eine kurze Nacht für Piet. Leere Bierflaschen, senfverschmierte Pappteller und ein großer brauner Colafleck bedecken den Wohnzimmertisch seiner Wohnung. Der Berliner Filmwissenschaftstudent selbst ist auf dem nächsten Foto mit Dreitagebart, Secondhand-Klamotten, einem albernen Hut und in offensichtlich alkoholisierten Zustand abgelichtet. Man weiß das alles über Piet, weil er auf seiner Profilseite in dem sozialen Internet-Netzwerk regelmäßig Texte, Fotos und Videos aus seinen Alltag hoch lädt. </span><span style="font-size:9pt;color:#666666;line-height:115%;font-family:&quot;"><br />
</span><span style="font-size:9pt;color:#666666;line-height:115%;font-family:&quot;"></p>
<p></span><span style="font-size:9pt;color:#666666;line-height:115%;font-family:&quot;">Die Grenzen zwischen virtuellen und realen Freunden verschwimmen. Ob man den Abend in einer Bar oder vor dem Bildschirm verbringt macht keinen Unterschied. Am nächsten Morgen steht die Dokumentation des Abends, stehen die Gedanken und audiovisuellen Daten, auf der StudiVZ-Seite. Bilderkommentare und Pinnwandeinträge sind die virtuelle Belohnung.</span><span style="font-size:9pt;color:#666666;line-height:115%;font-family:&quot;"></p>
<p></span><span style="font-size:9pt;color:#666666;line-height:115%;font-family:&quot;">Der Unterschied zwischen Piet und den anderen zehn Millionen StudiVZ-Nutzern ist, dass ihm für die mediale Verarbeitung seiner Existenz ein größeres Budget zur Verfügung steht: Piet ist die Hauptfigur einer kommerziellen Produktion von der zu Bertelsmann zählende Firma Grundy Ufa und StudiVZ. Der Titel: Pietshow. Seit dieser Woche werden 15 Folgen mit einer Länge von je vier Minuten veröffentlicht.</span><span style="font-size:9pt;color:#666666;line-height:115%;font-family:&quot;"></p>
<p></span><span style="font-size:9pt;color:#666666;line-height:115%;font-family:&quot;">Zeigt sich in den aufkommenden sozialen Netzwerken das Fernsehen der Zukunft, eingebunden in eine millionenstarke Community? Die Pietshow ist die bislang aufwändigste deutsche Web-Serie. Der Konkurrent MySpace bildete letztes Jahr mit Candy Girls das Leben junger Mädchen in Berlin ab. </span><span style="font-size:9pt;color:#666666;line-height:115%;font-family:&quot;"></p>
<p></span><span style="font-size:9pt;color:#666666;line-height:115%;font-family:&quot;">Der aktuellen ARD Online Studie lässt sich bei den 14- bis 49-Jährigen Deutschen eine vermutete, deutliche Verlagerung vom Fernsehen zum Internet feststellen. 55 Prozent der Online-Nutzer rufen Videos auf (2007: 45 Prozent). Welche Geschichten soll man erzählen in welcher Länge? Muss man für jede Serie eine eigene Webseite programmieren oder sie über YouTube, soziale Netzwerke, Blogs verteilen? </span><span style="font-size:9pt;color:#666666;line-height:115%;font-family:&quot;"></p>
<p></span><span style="font-size:9pt;color:#666666;line-height:115%;font-family:&quot;">Die Geschichte der Web-Serie beginnt 2006 auf der Video-Plattform YouTube, als die 16-jährige Bree unter dem Nutzernamen Lonelygirl15 ein Videotagebuch online stellt. Das Mädchen erzählt von der Highschool, blöden Jungs und großen Träumen. Schließlich kommt raus, dass es sich um Jessica Rose, eine zwanzigjährige Schauspielerin aus Neuseeland handelt.</span><span style="font-size:9pt;color:#666666;line-height:115%;font-family:&quot;"></p>
<p></span><span style="font-size:9pt;color:#666666;line-height:115%;font-family:&quot;">Die Pietshow versucht daher erst gar nicht, Fiktionalität zu verbergen. Regisseur Manuel Meimberg sagt: &#8222;Bree war nicht glamourös. Sie war nicht einmal außergewöhnlich hübsch aber sie war glaubwürdig. Im ersten Moment.&#8220;</span><span style="font-size:9pt;color:#666666;line-height:115%;font-family:&quot;"></p>
<p></span><span style="font-size:9pt;color:#666666;line-height:115%;font-family:&quot;">Lonelygirl15 hat einen ersten Produktionsstandard für Web-Serien gesetzt: Oft erzählen die Hauptdarsteller ihre eigene Geschichte in die Kamera. Sie bedienen einfacher audiovisueller Medien wie Webcams und Mini-DV.</span><span style="font-size:9pt;color:#666666;line-height:115%;font-family:&quot;"></p>
<p></span><span style="font-size:9pt;color:#666666;line-height:115%;font-family:&quot;">Die Pietshow beginnt mit einer Party. Piet kracht durch die Wand in die Nachbarwohnung. Als er wieder aus dem Loch heraus krabbelt, fragt er zuerst in das omnipräsente Objektiv: &#8222;Hast Du das drauf? Sag mir bitte, dass Du das drauf hast.&#8220; Die Jagd nach Außergewöhnlichem im banalen Umfeld.</span><span style="font-size:9pt;color:#666666;line-height:115%;font-family:&quot;"></p>
<p></span><span style="font-size:9pt;color:#666666;line-height:115%;font-family:&quot;">Das Loch in der Wand setzt die Handlung in Gang, verbindet die Wohnung Piets, die er sich mit Kumpel Nick teilt, mit der Wohnung von Jessy und Melanie, die zufällig im selben Alter und gerade für das Studium nach Berlin gezogen sind. Der generische Plot lässt selbst die Protagonisten stutzen: &#8222;Wir sind wie Serienfiguren: die Sexbombe mit dem großen Mund, die frigide Langeweilerin und der coole Typ.&#8220;</span><span style="font-size:9pt;color:#666666;line-height:115%;font-family:&quot;"></p>
<p></span><span style="font-size:9pt;color:#666666;line-height:115%;font-family:&quot;">Piet filmt sein Leben für ein Studienprojekt &#8211; und lädt am Ende jeder Vierminuten-Folge das Videomaterial auf StudiVZ hoch. &#8222;Wer will das denn sehen?&#8220;, fragt eines der Mädchen &#8211; und hat nichts verstanden. &#8222;Wir stellen in der Serie auch die Frage, in wie weit das alles auf StudiVZ noch real ist&#8220;, meint Regisseur Meimberg, &#8222;in dieser Generation ist doch jeder ein Performer.&#8220;</span><span style="font-size:9pt;color:#666666;line-height:115%;font-family:&quot;"></p>
<p></span><span style="font-size:9pt;color:#666666;line-height:115%;font-family:&quot;">Jedes Medium bringt eine Erzählform hervor, die seine eigenen Potentiale auf scheinbar natürliche Weise nutzt: Das Fernsehen erfand die 30-minütige Soap, in der es eine überproportionale Häufigkeit an Inzest, Magersucht und internationalem Drogenhandel gibt. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0 0 10pt;"><span style="font-size:9pt;color:#666666;line-height:115%;font-family:&quot;">Das Internet bringt nun den Zwei- bis Vierminüter, der nur noch das Leben einer Zielgruppe abbildet. Je kleiner der Bildschirm, desto näher rücken die Zuschauer an die dargestellte Welt &#8211; bis beides zusammenfällt.</span><span style="font-size:9pt;color:#666666;line-height:115%;font-family:&quot;"> </span><span style="font-size:9pt;color:#666666;line-height:115%;font-family:&quot;">Da ist kein Grund zur Panik, die Webisode wird die Episode oder den Spielfilm nicht ablösen. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0 0 10pt;"><span style="font-size:9pt;color:#666666;line-height:115%;font-family:&quot;"><br />
</span><span style="font-size:9pt;color:#666666;line-height:115%;font-family:&quot;">Joel Berger, Managing Director von MySpace Deutschland, hat früher beim Musiksender MTV gearbeitet, als dort mit schnellen, bunten Clips das Fernsehen neu erfunden wurde. Im Laufe der Jahre, weiß Berger, ist sogar das Musikfernsehen alt, ideen- und mutlos geworden. &#8222;Im Netz kann man viel mehr experimentieren, hier führt ein Fehler nicht automatisch zum Ruin.&#8220;</span><span style="font-size:9pt;color:#666666;line-height:115%;font-family:&quot;"></p>
<p></span><span style="font-size:9pt;color:#666666;line-height:115%;font-family:&quot;">Candy Girls hatten etwa 70000 Zuschauer im letzten Jahr. Im Vergleich mit den Millionen Soap-Fans im Fernsehen ist das nicht viel. Aber Myspace kann über dieses Portal Werbekunden viel spezieller ansprechen. Die Produktionskosten einer hochwertigen TV-Serie sind viel höher als die eines guten Webinhalts. Deshalb gibt es besonders in den USA viele dieser „web-only“-Formate. Junge, unbekannte Regisseure und Produzenten suchen im Netz nach Zuschauern und Fans. Im Netzwerk ersetzt die Weisheit der Vielen die Talentscouts der TV-Industrie.</span><span style="font-size:9pt;color:#666666;line-height:115%;font-family:&quot;"></p>
<p></span><span style="font-size:9pt;color:#666666;line-height:115%;font-family:&quot;">Früher war der Fernsehturm die zentrale Institution der Medienwelt im Aufbruch in eine neue Zeit. An der Spitze glühte ein rotes Licht. Im Internet gibt es diese zentrale Struktur nicht mehr. Der Produzent strahlt nicht mehr aus, sondern gibt die Daten frei &#8211; und hofft, dass die User vorbei surfen. Aus dem Fernsehen, das uns fremde Welten zeigt, wird das Nahsehen, ein Pixel-Spiegel, in dem wir uns selbst betrachten ohne es zu merken.</span><span style="font-size:9pt;color:#666666;line-height:115%;font-family:&quot;"></p>
<p></span><span style="font-size:9pt;color:#666666;line-height:115%;font-family:&quot;">Im Internet ist man selten allein: Auf der Web-Seite von Piet finden sich Bilder, Kommentare und Spuren seiner Freunde und hoffentlich bald derer, die von der Web-Serie beeindruckt sind, hofft Meimberg. Internet-Fiction ist kurz und wird auf persönliche Art und Weise erzählt. Piet-Regisseur Meimberg will nicht ausschließen, dass die &#8222;Nutzer-Kommentare mal die Handlung beeinflussen könnten&#8220;. Das Netz ist ein soziales Medium. Interaktivität bedeutet aber nicht, dass die Zuschauer in einem Multiple-Choice-Verfahren über den Plot bestimmen können. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0 0 10pt;"><span style="font-size:9pt;color:#666666;line-height:115%;font-family:&quot;">Piets Pinnwandeinträge werden Meimberg freuen. Da ist der Weg bis zu den ersten Fangruppen nicht mehr weit. Webisoden wie die Pietshow sind Zielgruppenorientierung in Reinkultur. Das muss nicht existenzgefährdend für das Fernsehen sein. Es bietet eine Chance zur Neuorientierung mit neuen Formaten. Vielleicht hören wir ja bald täglich im Vorabendprogramm von Pro Sieben von Emily und ihren Freundinnen, die ihre Partynächtetagebuch präsentieren.</span></p>
<p></span></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/jmtmainz.wordpress.com/32/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/jmtmainz.wordpress.com/32/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/jmtmainz.wordpress.com/32/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/jmtmainz.wordpress.com/32/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/jmtmainz.wordpress.com/32/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/jmtmainz.wordpress.com/32/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/jmtmainz.wordpress.com/32/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/jmtmainz.wordpress.com/32/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/jmtmainz.wordpress.com/32/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/jmtmainz.wordpress.com/32/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/jmtmainz.wordpress.com/32/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/jmtmainz.wordpress.com/32/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/jmtmainz.wordpress.com/32/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/jmtmainz.wordpress.com/32/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=jmtmainz.wordpress.com&amp;blog=5329366&amp;post=32&amp;subd=jmtmainz&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Eine neue Medien-Revolution? (sd)</title>
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		<pubDate>Sat, 01 Nov 2008 15:46:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jmtmainz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[In sozialen Netzwerken wie StudiVZ zeigt sich vielleicht das Fernsehen der Zukunft. Doch was das Web-TV einmal werden will, wenn es groß ist, weiß es selbst noch nicht genau. Piet ist eines von mehr als zehn Millionen Mitgliedern von StudiVZ. Piet ist Student der Künste, Mitte 20, wohnhaft in Berlin. Er trägt einen Dreitagebart, Secondhand-Klamotten, [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=jmtmainz.wordpress.com&amp;blog=5329366&amp;post=36&amp;subd=jmtmainz&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal" style="margin:0 0 10pt;"><span style="font-size:10.5pt;font-family:&quot;">In sozialen Netzwerken wie StudiVZ zeigt sich vielleicht das Fernsehen der Zukunft. Doch was das Web-TV einmal werden will, wenn es groß ist, weiß es selbst noch nicht genau.<span id="more-36"></span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0 0 10pt;"><span style="font-size:9pt;line-height:115%;font-family:&quot;">Piet ist eines von mehr als zehn Millionen Mitgliedern von StudiVZ. Piet ist Student der Künste, Mitte 20, wohnhaft in Berlin. Er trägt einen Dreitagebart, Secondhand-Klamotten, manchmal einen etwas albernen Hut, und er hat eine Neigung zu Alkoholexzessen. Man weiß das alles über Piet, weil er auf seiner Profilseite in dem sozialen Internet-Netzwerk regelmäßig Texte, Fotos und Videos aus seinen Alltag hoch lädt – Selbstdarstelllung hat im 21. Jahrhundert eine neue Dimension erreicht.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0 0 10pt;"><span class="fliesstext1"><span style="font-size:9pt;line-height:115%;font-family:&quot;">Zeigt sich in den aufkommenden sozialen Netzwerken das Fernsehen der Zukunft, zielgruppennormiert und eingebunden in eine millionenstarke Community? Die „Pietshow“ ist die bislang aufwändigste deutsche Web-Serie. Der aktuellen, vor wenigen Wochen veröffentlichten ARD Online Studie zufolge lässt sich bei den 14- bis 49-Jährigen Deutschen eine lange vermutete, deutliche Verlagerung vom Fernsehen zum Internet feststellen. 55 Prozent der Online-Nutzer rufen Videos auf (2007: 45 Prozent), mehrheitlich ist das noch der sogenannte „User Generated Content“ (UGC), also von den Internetneutzern selbst erzeugte inhalte. <span> </span></span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0 0 10pt;"><span class="fliesstext1"><span style="font-size:9pt;line-height:115%;font-family:&quot;">Piet <span> </span>scheint dabei sowas wie der Zielgruppen-Durchschnitt einer Generationzu sein, die keinen Unterschied mehr macht zwischen der Zeit, die man im sozialen Netzwerk oder in der Kneipe verbringt. Am nächsten Morgen steht die Dokumentation des Abends auf der StudiVZ-Seite. </span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0 0 10pt;"><span class="fliesstext1"><span style="font-size:9pt;line-height:115%;font-family:&quot;">Der einzige Unterschied zwischen Piet und den anderen zehn Millionen StudiVZ-Nutzern ist, dass dem Berliner Filmstudenten für die mediale Verarbeitung seiner Existenz ein etwas größeres Budget zur Verfügung steht: Piet ist die Hauptfigur eines kommerziell produzierten Programms, das die zu Bertelsmann zählende Firma Grundy Ufa (u.a. Verliebt in Berlin/Sat 1) und StudiVZ hergestellt haben. Der Titel: „Pietshow“. Seit dieser Woche werden 15 Folgen mit einer Länge von je vier Minuten veröffentlicht.</span></span></p>
<div class="MsoNormal" style="margin:0 0 10pt;"></div>
<p><span style="font-size:9pt;line-height:115%;font-family:&quot;"><span class="fliesstext1">Die erste Folge beginnt mit einer Party. Piet kracht durch die Wand in die Nachbarwohnung. Als er wieder aus dem Loch heraus krabbelt, ruft er nicht zuerst seinen Versicherungsagenten an, sondern spricht in das omnipräsente Objektiv: &#8222;Hast Du das drauf? Sag mir bitte, dass Du das drauf hast.&#8220;</span></p>
<p><span class="fliesstext1">Das Loch in der Wand setzt die Handlung in Gang, verbindet die Wohnung Piets, die er sich mit Kumpel Nick teilt, mit der Wohnung von Jessy und Melanie, zwei Mädchen, die zufällig im selben Alter und ebenfalls gerade für das Studium nach Berlin gezogen sind. Der generische Plot lässt selbst die Protagonisten stutzen: &#8222;Wir sind wie Serienfiguren: die Sexbombe mit dem großen Mund, die frigide Langeweilerin und der coole Typ.&#8220;</span></p>
<p> </p>
<p></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0 0 10pt;">
<div class="MsoNormal" style="margin:0 0 10pt;"><span style="font-size:9pt;line-height:115%;font-family:&quot;">Trotz inhaltlich altbewährter Klischees erleben wir derzeit vielleicht eine neue Medien-Revolution: <span class="fliesstext1">Joel Berger, der Managing Director von MySpace Deutschland, hat früher beim Musiksender MTV gearbeitet, als dort mit schnellen, bunten Clips das Fernsehen neu erfunden wurde. Im Laufe der Jahre, weiß Berger, ist sogar das Musikfernsehen alt geworden &#8211; und mutlos. &#8222;Im Netz kann man viel mehr experimentieren, hier führt ein Fehler nicht automatisch zum Ruin.&#8220;</span></span></div>
<p><span style="font-size:9pt;line-height:115%;font-family:&quot;"><span class="fliesstext1">Ungefähr 70 000 Zuschauer konnte MySpace mit der Web-Serie „Candy Girls“ pro Folge im vergangenen Jahr gewinnen &#8211; im Vergleich mit den Millionen Soap-Fans im Fernsehen, das weiß Berger genau, ist das nicht viel. Andererseits könnten Werbekunden auf MySpace viel gezielter eine Konsumentengruppe identifizieren und ansprechen. Darüber hinaus kostet die Produktion einer hochwertigen Web-Serie noch so viel weniger als einer hochwertigen TV-Serie, weshalb vor allem in den USA eine enorme Anzahl an so genannten &#8222;web-only&#8220; Inhalten auf den Markt kommt. Junge, unbekannte Regisseure und Produzenten suchen im Netz nach Zuschauern und Fans. Nicht selten tauchen auch Pilotsendungen auf, die von Fernsehanstalten abgelehnt wurden. Sie erhalten, wenn sie bei YouTube oder MySpace massenhaft angeklickt wurden, eine weitere Chance.</span></p>
<p><span class="fliesstext1">Beispiele für die neuen Möglichkeiten, die das Internet auch der etablierten TV-Industrie bietet, gibt es viele. Sie zeugen jedoch in allererster Linie davon, dass der Markt erst noch erschlossen werden muss. </span></p>
<p></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0 0 10pt;"><span class="fliesstext1"><span style="font-size:9pt;line-height:115%;font-family:&quot;">Die Emmy-Gewinner Marshall Herskovitz und Ed Zwick produzierten 2007 „Quarterlife“ (es geht um mediensüchtige, melancholische Mittzwanziger). Sechs Millionen Zuschauer verfolgten die Premiere im Netz. NBC kaufte „Quarterlife“ und erzielte damit am Abend die schlechteste Quote aller Zeiten. Jeff Zucker ließ das Internetstück nach einer Folge absetzen.</span></span></p>
<div class="MsoNormal" style="margin:0 0 10pt;"></div>
<p><span style="font-size:9pt;line-height:115%;font-family:&quot;"><span class="fliesstext1">Oder die Firma Electronic Farm Entertainment des erfahrenen Hollywood-Produzenten Stan Rogow. Er konnte Roasario Dawson &#8211; Muse von Quentin Tarantino in Death Proof &#8211; für die Web-Serie Gemini Divison gewinnen: Dawson wird als New Yorker Polizistin in ein Science-Fiction-Universum versetzt, kämpft gegen böse Konzerne, künstliche Menschen und berichtet den Zuschauern mit der Handykamera über ihre Abenteuer. Die Produktion ist hochwertig und die Serie auf 50 Folgen angelehnt. Das Problem ist nur: Geschäftsmodelle werden bei der Begeisterung oft vergessen. </span></p>
<p></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0 0 10pt;"><span class="fliesstext1"><span style="font-size:9pt;line-height:115%;font-family:&quot;">Doch muss man den Medienmarkt Internet vielleicht auch ganz anders denken als das Fernsehen: Der Fernsehturm war ein mächtiger Bau aus Beton und Stahl, an der Spitze glühte ein rotes Licht. Im Internet gibt es diese zentrale Struktur nicht mehr. Der Produzent strahlt nicht mehr aus, sondern gibt die Daten frei &#8211; und hofft, dass die User vorbei surfen. Die Antenne, die früher aktiv gesendet hat, wird zu einem Link, der passiv darauf wartet angeklickt zu werden. Daran muss sich auch die vermarktung von Web-Produktionen ausrichten. Wesentlich wird in diesem Zusammenhang also sein, wie man im unendlichen Internet Aufmerksamkeit generiert und bündelt.</span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0 0 10pt;"><span class="fliesstext1"><span style="font-size:9pt;line-height:115%;font-family:&quot;">Im Internet ist man selten allein: Auf der Web-Seite von Piet finden sich Bilder, Kommentare und Spuren seiner Freunde- diese sind nicht nur die fiktionalen Figuren Nick, Jessy und Melanie, sondern &#8211; wenn alles gut läuft &#8211; bald auch viele &#8222;echte&#8220; Nutzer, Menschen, die sich mit der Serie angefreundet haben. Piet-Regisseur Manuel Meimberg will nicht ausschließen, dass die &#8222;Nutzer-Kommentare mal die Handlung beeinflussen könnten&#8220;. </span></span></p>
<p><span class="fliesstext1"><span style="font-size:9pt;line-height:115%;font-family:&quot;">Ist das die Zukunft der guten alten Fernseh-Soap oder vielleicht sogar des ganzen Fernsehens? Manchmal scheint man selbst bei Grundy Ufa ein wenig Zweifel zu haben. Im Vorspann der Pietshow singt die Band Madsen: &#8222;Mach die Kamera aus, und schließt die Augen. Die Bilder in deinem Kopf reichen aus, um dir selbst zu glauben.&#8220; </span></span></p>
<div></div>
<p><span style="font-size:9pt;line-height:115%;font-family:&quot;"> </p>
<p></span></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/jmtmainz.wordpress.com/36/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/jmtmainz.wordpress.com/36/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/jmtmainz.wordpress.com/36/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/jmtmainz.wordpress.com/36/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/jmtmainz.wordpress.com/36/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/jmtmainz.wordpress.com/36/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/jmtmainz.wordpress.com/36/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/jmtmainz.wordpress.com/36/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/jmtmainz.wordpress.com/36/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/jmtmainz.wordpress.com/36/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/jmtmainz.wordpress.com/36/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/jmtmainz.wordpress.com/36/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/jmtmainz.wordpress.com/36/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/jmtmainz.wordpress.com/36/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=jmtmainz.wordpress.com&amp;blog=5329366&amp;post=36&amp;subd=jmtmainz&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>(ds) Vom Inzest zur Pietshow</title>
		<link>http://jmtmainz.wordpress.com/2008/11/01/ds-vom-inzest-zur-pietshow/</link>
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		<pubDate>Sat, 01 Nov 2008 15:41:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jmtmainz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Regisseure erschließen das Internet und suchen danach, die User für sich zu gewinnen.   Piet ist Student der Künste, Mitte 20, wohnhaft in Berlin. Auch Piet ist einer der zehn Millionen Mitglieder von StudiVZ. Sein Lifestyle drückt ein Dreitagebart, Secondhand-Klamotten, manchmal ein etwas alberner Hut und seine Neigung zu Alkoholexzessen aus. Auf seiner StudiVZ Profilseite [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=jmtmainz.wordpress.com&amp;blog=5329366&amp;post=30&amp;subd=jmtmainz&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="padding:0 0 15px;"><span style="font-size:9pt;color:#666666;line-height:115%;font-family:&quot;"><span style="font-size:9pt;color:#666666;font-family:&quot;"><strong>Regisseure erschließen das Internet und suchen danach, die User für sich zu gewinnen.</strong></span></span></div>
<p class="MsoNormal" style="line-height:normal;margin:0;"> <span id="more-30"></span></p>
<div><span style="font-size:9pt;color:#666666;font-family:&quot;"><span style="font-size:9pt;color:#666666;font-family:&quot;">Piet ist Student der Künste, Mitte 20, wohnhaft in Berlin. Auch Piet ist einer der zehn Millionen Mitglieder von StudiVZ. Sein Lifestyle drückt ein Dreitagebart, Secondhand-Klamotten, manchmal ein etwas alberner Hut und seine Neigung zu Alkoholexzessen aus. Auf seiner StudiVZ Profilseite kann die Webcommunity alles über Piet erfahren. Regelmäßig hochgeladene Texte, Fotos und Videos aus seinem Alltag ermöglichen es, an Piets Leben teilzunehmen.</span></span></div>
<p><span style="font-size:9pt;color:#666666;font-family:&quot;"> </p>
<p></span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:normal;margin:0;"><span style="font-size:9pt;color:#666666;font-family:&quot;">Piet ist der Zielgruppen-Durchschnitt der Neon-Generation, die keinen Unterschied mehr zwischen der Zeit im sozialen Internetnetzwerk oder der Kneipe macht. Was am Abend zuvor geschah, präsentiert diese Generation am Morgen danach mit audiovisuellen Daten. Realität und Internet sind für sie eins.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:normal;margin:0;"> </p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:normal;margin:0;"><span style="font-size:9pt;color:#666666;font-family:&quot;">Der einzige Unterschied zwischen Piet und den anderen zehn Millionen StudiVZ-Nutzern ist, dass dem Berliner Filmstudenten für die mediale Verarbeitung seiner Existenz ein größeres Budget zur Verfügung steht: Piet ist die Hauptfigur eines kommerziell produzierten Programms. Seit dieser Woche werden von der Bertelsmanntochter Grundy Ufa 15 Folgen mit einer Länge von je vier Minuten veröffentlicht. Der Titel: Pietshow.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:normal;margin:0;"> </p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:normal;margin:0;">
<p class="MsoNormal" style="line-height:normal;margin:0;"><span style="font-size:9pt;color:#666666;font-family:&quot;">Einer ARD Online Studie zufolge verlagert sich die Nutzung vom Fernsehen zum Internet. 55 Prozent der Online-Nutzer rufen mehrheitlich wackelige User Videos auf. Professionelle Fernsehmacher rätseln mit welchen Geschichten und welcher Länge die User im Internet gewonnen werden können. Muss man für jede Serie eine eigene Webseite programmieren oder sie über YouTube, soziale Netzwerke, Blogs verteilen? Zeigt sich in den aufkommenden sozialen Netzwerken das Fernsehen der Zukunft, zielgruppennormiert, eingebunden in eine millionenstarke Community?</span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:normal;margin:0;"><span style="font-size:9pt;color:#666666;font-family:&quot;">Die Pietshow ist die bislang aufwändigste deutsche Web-Serie. Sie beginnt mit einer Party. Piet kracht durch die Wand in die Nachbarwohnung. Als er wieder aus dem Loch heraus krabbelt, ruft er: &#8222;Hast Du das drauf? Sag mir bitte, dass Du das drauf hast.&#8220;</span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:normal;margin:0;"><span style="font-size:9pt;color:#666666;font-family:&quot;">Das Loch in der Wand setzt die Handlung in Gang, verbindet die Wohnung Piets, die er sich mit Kumpel Nick teilt, mit der Wohnung von Jessy und Melanie, zwei Mädchen, die zufällig im selben Alter und ebenfalls gerade für das Studium nach Berlin gezogen sind. Der generische Plot lässt selbst die Protagonisten stutzen: &#8222;Wir sind wie Serienfiguren: die Sexbombe mit dem großen Mund, die frigide Langeweilerin und der coole Typ.&#8220;</span></p>
<p><span style="font-size:9pt;color:#666666;font-family:&quot;">Irgendwann liegt eine Seite des Drehbuchs im Bild. Auf dem Bildschirm blinkt ein Batterie-Warnsignal. Die Erklärung: Piet filmt sein Leben für ein Studienprojekt &#8211; und lädt am Ende jeder Vierminuten-Folge das Videomaterial auf StudiVZ hoch.</span></p>
<p><span style="font-size:9pt;color:#666666;font-family:&quot;">Jedes Medium bringt eine Erzählform hervor, die seine eigenen Potentiale auf scheinbar natürliche Weise nutzt: Im Kino läuft noch immer der eineinhalbstündige Film, der als Genre alles thematisiert, was die Menschen, ihre Geschichte und ihre Phantasie zu bieten haben</span></p>
<p><span style="font-size:9pt;color:#666666;font-family:&quot;">Im Internet ist man selten allein: Auf der Web-Seite von Piet finden sich Bilder, Kommentare und Spuren seiner Freunde &#8211; Freunde sind nicht nur die fiktionalen Figuren Nick, Jessy und Melanie, sondern &#8211; wenn alles gut läuft &#8211; bald auch viele &#8222;echte&#8220; Nutzer, Menschen, die sich mit der Serie angefreundet haben.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:normal;margin:0 0 10pt;">
<p class="MsoNormal" style="line-height:normal;margin:0 0 10pt;"><span style="font-size:9pt;color:#666666;font-family:&quot;">Internet-Fiction ist kurz und wird auf persönliche Art und Weise erzählt. Piet-Regisseur Manuel Meimberg will nicht ausschließen, dass die &#8222;Nutzer-Kommentare mal die Handlung beeinflussen könnten&#8220;. Interaktivität bedeutet aber nicht, dass die Zuschauer in einem Multiple-Choice-Verfahren über den Plot bestimmen können. Das Netz ist ein soziales Medium. Über den Computer halten die Menschen Kontakt, sie haben sich daran gewöhnt, persönliche Fragen zu stellen und individuelle Antworten zu erhalten. Meimberg erzählt, dass er &#8222;versuchen will, die Leute zum Mitmachen zu bewegen&#8220;.</span></p>
<div><span style="font-size:9pt;color:#666666;font-family:&quot;">Das Fernsehen erfand die 30-minütige Soap, in der es eine überproportionale Häufigkeit an Inzest, Magersucht und internationalem Drogenhandel gibt. Das Internet bringt nun den Zwei- bis Vierminüter, der nur noch das Leben der Zielgruppe abbildet.</span></div>
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<p class="MsoNormal" style="line-height:normal;margin:0;"><span style="font-size:9pt;color:#666666;font-family:&quot;"><strong></strong></span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:normal;margin:0;"> </p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/jmtmainz.wordpress.com/30/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/jmtmainz.wordpress.com/30/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/jmtmainz.wordpress.com/30/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/jmtmainz.wordpress.com/30/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/jmtmainz.wordpress.com/30/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/jmtmainz.wordpress.com/30/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/jmtmainz.wordpress.com/30/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/jmtmainz.wordpress.com/30/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/jmtmainz.wordpress.com/30/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/jmtmainz.wordpress.com/30/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/jmtmainz.wordpress.com/30/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/jmtmainz.wordpress.com/30/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/jmtmainz.wordpress.com/30/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/jmtmainz.wordpress.com/30/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=jmtmainz.wordpress.com&amp;blog=5329366&amp;post=30&amp;subd=jmtmainz&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>&#8222;Piet Worms aus der PIETSHOW&#8220; hat 220 Freunde (nn)</title>
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		<pubDate>Sat, 01 Nov 2008 15:38:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jmtmainz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[In sozialen Netzwerken wie StudiVZ zeigt sich ein Fernsehen der Zukunft: Es ist Ich-bezogen und offenherzig,  eine reine Darstellungsplattform  der profilierungssüchtigen Jugendkultur? Piet ist eines von mehr als zehn Millionen Mitgliedern von StudiVZ. Piet ist Student der Künste, Mitte 20, wohnhaft in Berlin. Er trägt einen Dreitagebart, Secondhand-Klamotten, manchmal einen etwas albernen Hut, und er [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=jmtmainz.wordpress.com&amp;blog=5329366&amp;post=39&amp;subd=jmtmainz&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal" style="line-height:13.5pt;margin:0 0 10pt;"><strong><span style="font-size:12pt;color:black;font-family:&quot;">In sozialen Netzwerken wie StudiVZ zeigt sich ein Fernsehen der Zukunft: Es ist Ich-bezogen und offenherzig, <span> </span>eine reine Darstellungsplattform <span> </span>der profilierungssüchtigen Jugendkultur? </span></strong></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:13.5pt;margin:0 0 10pt;">
<div class="MsoNormal" style="line-height:13.5pt;margin:0 0 10pt;"><strong></strong></div>
<div><strong></strong></div>
<div><strong></strong></div>
<p><strong><span style="font-size:12pt;color:black;font-family:&quot;"></p>
<div id="attachment_65" class="wp-caption alignright" style="width: 177px"><a href="http://jmtmainz.files.wordpress.com/2008/11/folge02.jpg"><img class="size-full wp-image-65" title="folge02" src="http://jmtmainz.files.wordpress.com/2008/11/folge02.jpg?w=450" alt=""   /></a><p class="wp-caption-text">Die Kamera - ständiger Begleiter einer Generation Web 2.0?</p></div>
<p></span></strong></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0 0 10pt;"><span style="font-size:12pt;color:black;line-height:115%;font-family:&quot;">Piet ist eines von mehr als zehn Millionen Mitgliedern von StudiVZ. Piet ist Student der Künste, Mitte 20, wohnhaft in Berlin. Er trägt einen Dreitagebart, Secondhand-Klamotten, manchmal einen etwas albernen Hut, und er hat eine Neigung zu Alkoholexzessen. Man weiß das alles über Piet, weil er auf seiner Profilseite in dem sozialen Internet-Netzwerk regelmäßig Texte, Fotos und Videos aus seinen Alltag hoch lädt &#8211; eine Biografie, bestehend aus den letzten Partyfotos und den dazu gehörigen Bekanntschaften.<span id="more-39"></span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0 0 10pt;"><span style="font-size:12pt;color:black;line-height:115%;font-family:&quot;">Der einzige Unterschied zwischen Piet und den anderen zehn Millionen StudiVZ-Nutzern ist, dass dem Berliner Filmstudenten für die mediale Verarbeitung seiner Existenz ein etwas größeres Budget zur Verfügung steht: Piet ist die Hauptfigur eines kommerziell produzierten Programms, das die zu Bertelsmann zählende Firma Grundy Ufa (u.a. Verliebt in Berlin/Sat 1) und StudiVZ hergestellt haben. Der Titel: Pietshow. Seit dieser Woche werden 15 Folgen mit einer Länge von je vier Minuten veröffentlicht.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0 0 10pt;">
<div class="MsoNormal" style="margin:0 0 10pt;"><span style="font-size:12pt;color:black;line-height:115%;font-family:&quot;">Die Pietshow ist die bislang aufwändigste deutsche Web-Serie. Der Konkurrent MySpace kam vergangenes Jahr als Erster mit einer Serie &#8211; Candy Girls bildete das Leben einer Gruppe junger Mädchen in Berlin ab, die eine Quote von 70 000 Zuschauern erreichte.</span></div>
<div><span style="font-size:12pt;color:black;line-height:115%;font-family:&quot;"> </span></div>
<div><span style="font-size:12pt;color:black;line-height:115%;font-family:&quot;"> </span></div>
<div><span style="font-size:12pt;color:black;line-height:115%;font-family:&quot;"> </span></div>
<p><span style="font-size:12pt;color:black;line-height:115%;font-family:&quot;"> </p>
<p></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0 0 10pt;"><span style="font-size:12pt;color:black;line-height:115%;font-family:&quot;">Der aktuellen, vor wenigen Wochen veröffentlichten ARD Online Studie zufolge lässt sich bei den 14- bis 49-Jährigen Deutschen eine lange vermutete, deutliche Verlagerung vom Fernsehen zum Internet feststellen. 55 Prozent der Online-Nutzer rufen Videos auf (2007: 45 Prozent).</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0 0 10pt;">
<div class="MsoNormal" style="margin:0 0 10pt;"><span style="font-size:12pt;color:black;line-height:115%;font-family:&quot;">Welche Geschichten soll man erzählen in welcher Länge? 90 Sekunden oder 20 Minuten? Jedes Medium bringt eine Erzählform hervor, die seine eigenen Potentiale auf scheinbar natürliche Weise nutzt: Im Kino läuft noch immer der eineinhalbstündige Film, der als Genre alles thematisiert, was die Menschen, ihre Geschichte und ihre Phantasie zu bieten haben. Das Fernsehen erfand die 30-minütige Soap, das Internet bringt nun den Zwei- bis Vier-minüter, der nur noch das Leben der Zielgruppe abbildet.</span></div>
<div><span style="font-size:12pt;color:black;line-height:115%;font-family:&quot;">Die Pietshow beginnt mit einer Party. Piet kracht durch die Wand in die Nachbarwohnung. Als er wieder aus dem Loch heraus krabbelt, ruft er nicht zuerst seinen Versicherungsagenten an, sondern spricht in das omnipräsente Objektiv: &#8222;Hast Du das drauf? Sag mir bitte, dass Du das drauf hast!“</span></div>
<div><span style="font-size:12pt;color:black;line-height:115%;font-family:&quot;">Internet-Fiction ist kurz und wird auf persönliche Art und Weise erzählt. Piet-Regisseur Manuel Meimberg will nicht ausschließen, dass die &#8222;Nutzer-Kommentare mal die Handlung beeinflussen könnten&#8220;. Interaktivität bedeutet aber nicht, dass die Zuschauer in einem Multiple-Choice-Verfahren über den Plot bestimmen können. Das Netz ist ein soziales Medium. Über den Computer halten die Menschen Kontakt, sie haben sich daran gewöhnt, persönliche Fragen zu stellen und individuelle Antworten zu erhalten. Meimberg erzählt, dass er &#8222;versuchen will, die Leute zum Mitmachen zu bewegen. <span> </span>&#8222;Im Netz kann man viel mehr experimentieren, hier führt ein Fehler nicht automatisch zum Ruin.&#8220;Ist das die Zukunft des audiovisuellen Dramas?</span></div>
<div><span style="font-size:12pt;color:black;line-height:115%;font-family:&quot;"> </span></div>
<p><span style="font-size:12pt;color:black;line-height:115%;font-family:&quot;"> </p>
<p> </p>
<p></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0 0 10pt;"><span style="font-size:12pt;color:black;line-height:115%;font-family:&quot;">&#8222;Wir stellen in der Serie auch die Frage, in wie weit das alles auf StudiVZ noch real ist&#8220;, sagt Regisseur Marius Meimberg, &#8222;in dieser Generation ist doch jeder ein Performer.&#8220;</span></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/jmtmainz.wordpress.com/39/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/jmtmainz.wordpress.com/39/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/jmtmainz.wordpress.com/39/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/jmtmainz.wordpress.com/39/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/jmtmainz.wordpress.com/39/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/jmtmainz.wordpress.com/39/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/jmtmainz.wordpress.com/39/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/jmtmainz.wordpress.com/39/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/jmtmainz.wordpress.com/39/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/jmtmainz.wordpress.com/39/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/jmtmainz.wordpress.com/39/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/jmtmainz.wordpress.com/39/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/jmtmainz.wordpress.com/39/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/jmtmainz.wordpress.com/39/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=jmtmainz.wordpress.com&amp;blog=5329366&amp;post=39&amp;subd=jmtmainz&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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